30-Tore-Mann des Blumenthaler SV will in Oldenburg die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen Für Lucas Höler ist der VfB ein „Kultclub“

Der 30-Tore-Mann Lucas Höler macht den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Der 18-jährige, der maßgeblich am starken vierten Rang des Blumenthaler SV in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren beteiligt war, wechselt in seinem ersten Herrenjahr zum Regionalligisten VfB Oldenburg.
15.06.2013, 05:00
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Von Jens Pillnick

Der 30-Tore-Mann Lucas Höler macht den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Der 18-jährige, der maßgeblich am starken vierten Rang des Blumenthaler SV in der Fußball-Regionalliga Nord der A-Junioren beteiligt war, wechselt in seinem ersten Herrenjahr zum Regionalligisten VfB Oldenburg.

Blumenthal. Lucas Höler ist kein Sprücheklopfer. Aber er ist ein junger Mann, der nach einer für ihn glänzend verlaufenen Saison bei den A-Junioren des Fußball-Regionalligisten Blumenthaler SV mit einem gesunden Selbstvertrauen ausgestattet ist und an sich glaubt. "Chance bekommen, Chance nutzen", sagt der 18-jährige, wie er die nächste Stufe auf der Karriereleiter erklimmen will. Ab dem Trainingsauftakt am 26. Juni wird er beim Regionalligisten VfB Oldenburg darum kämpfen, dass Trainer Alexander Nouri nicht darum herumkommt, ihn zu berücksichtigen.

"Lucas hat richtig gute Anlagen. Er ist enorm ehrgeizig und wir können uns gut vorstellen, dass er sich beim VfB durchsetzen wird. Er kann im Mittelfeld flexibel eingesetzt werden, ist außerdem im Abschluss stark, deshalb freue ich mich, dass wir ihn verpflichten konnten", wird Nouri auf der Homepage des VfB zitiert. Einmal überzeugt hat Lucas Höler seinen künftigen Trainer also schon beim Probetraining für rund zwei Wochen.

Warum es schließlich der VfB Oldenburg geworden ist, erklärt sich so. Bei den begehrten zweiten Mannschaften von Bundesligisten unterzukommen, ist ein schweres Unterfangen, denn da steht der eigene Nachwuchs bei den personellen Planungen immer an erster Stelle. So berichtete Höler, dass er nach dem Probetraining von Werder II-Trainer Thomas Wolter als Mann mit viel Potenzial eingestuft worden sei. Doch seine Position wäre schön mit Leuten aus dem eigenen Lager doppelt besetzt.

Nun ist der VfB Oldenburg beileibe keine Notlösung. Er verfügt über das Marschwegstadion mit einer Kapazität von rund 15000 Plätzen, hat eine große Fangemeinde – das Derby gegen Cloppenburg sahen beispielsweise 3100 Zuschauer – und wird nicht nur von Lucas Höler als "Kultclub" bezeichnet. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber einem Wechsel in einer U21 im Westen der Republik: Lucas Höler kann weiterhin zu Hause in Schwanewede wohnen ("Ich muss mich nicht von Freunden und Familie trennen") und kann sein 13. Schuljahr in Blumenthal absolvieren.

Die Entscheidung für den VfB unterstützt Hölers Berater Sören Seidel voll und ganz: "Alexander Nouri bietet gutes Training an. Die Intensität wird höher sein und Lucas kann seine Körperlichkeit weiter entwickeln. Er braucht noch mehr Dynamik, noch mehr Tempo, noch mehr Durchsetzungsvermögen."

Dass der 1,85 Meter lange und 75 Kilogramm schwere Lucas Höler in der Lage ist, sich zu entwickeln, beweist sein bisheriger Werdegang. Als C-Junior zog es ihn vom FC Hansa Schwanewede zum VSK Osterholz-Scharmbeck. Von dort holte ihn Regionalliga-Aufsteiger Blumenthaler SV – wenn man so will – zurück in den Großraum Bremen-Nord. Ein Glücksgriff für den BSV, "der genau richtige Schritt" für Lucas Höler. Im ersten Jahr schon auffallend gut, folgte in der gerade abgeschlossenen Saison die mit 30 Saisontoren ("So viele Tore habe ich nur durch die gute Mannschaft geschossen") gekrönte Leistungsexplosion, die bei zahlreichen Vereinen Interesse weckte.

Was jetzt folgt, ist bekanntermaßen der schwerste Sprung. Der Wechsel aus dem Junioren- in den Herrenbereich. Trotzdem kam für Lucas Höler kein Überbrückungsjahr in der Bremer-Liga in Frage: "Ich wollte einen größeren Sprung machen." Und es soll nicht der letzte sein: "Ich will höher hinaus." Zugute wird ihm dabei sicherlich seine Vielseitigkeit kommen. Im ersten A-Junioren-Jahr erledigte er im Mittelfeld viele Defensivaufgaben und kurbelte den Spielaufbau an. Im zweiten Junioren-Jahr spielte er mal hinter den Spitzen, mal ganz vorne. Bei den Einsätzen in der ersten Herren in der Bremen-Liga wurde Lucas Höler auch auf der Außenbahn aufgeboten.

"Am liebsten bin ich hängende Spitze, die immer anspielbar ist", beschreibt der 30-Tore-Mann, wo er sich am wohlsten fühlt. Wohl gefühlt hat er sich aber nicht nur auf dem Feld als Torschütze eines funktionierenden Teams, sondern beim Blumenthaler SV insgesamt: "Der BSV ist wie eine Familie." Eine Familie verlässt der junge Mann nun also doch, um möglichst schnell den nächsten Schritt Richtung Profi-Fußball zu beschreiten.

Für Lucas Höler ist der VfB ein „Kultclub“

30-Tore-Mann des Blumenthaler SV will in Oldenburg die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen

Zitat:

"Chance bekommen, Chance nutzen."

Lucas Höler zu seinem Wechsel

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