Vier Pennigbütteler vor Wiedersehen mit FC Worpswede Für SV-Quartett kein Derby wie jedes andere

Worpswede. Das Kreisderby in der Fußball-Bezirksliga 3 am Sonntag (15 Uhr) zwischen dem FC Worpswede und dem SV Komet Pennigbüttel wird für die Ex-FC-Kicker Dennis Damberg, Patrick Kück, Arne Jordt und Tobias Dohr zu eine ganz besonderen Wiedersehen.
21.10.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Karsten Hollmann

Worpswede. Das Kreisderby in der Fußball-Bezirksliga 3 am Sonntag (15 Uhr) zwischen dem FC Worpswede und dem SV Komet Pennigbüttel ist keines wie jedes andere. Schließlich stehen mit Dennis Damberg, Patrick Kück, Arne Jordt und Tobias Dohr gleich vier ehemalige Worpsweder im Kader der Gäste. Mit dem frisch gebackenen Papa Tobias Blumenthal kommt wohl demnächst noch ein fünfter Ex-Worpsweder hinzu. Blumenthal will sich dem Aufsteiger nach einem kurzen Gastspiel beim Kreisligisten SV Lilienthal/Falkenberg anschließen.

Patrick Kück lief sogar in der Zeit von 2001 bis 2008 sieben Jahre für das Team aus dem Künstlerdorf auf. "Das Umfeld in Worpswede war einfach klasse. So etwas werde ich wohl nie wieder woanders erleben", schwärmt Kück noch heute von seinem früheren Klub. Wegen einer zweiten Ausbildung verließ der gerade 30 Jahre alt gewordene Mittelfeldspieler die Worpsweder vor drei Jahren in Richtung SV Vorwärts Buschhausen in die 2. Kreisklasse Osterholz. "Ich musste aus zeitlichen Gründen kürzer treten. Die Fahrten in der Bezirksoberliga waren mir zu weit", erklärt der angehende Physiotherapeut.

Auf Dauer war ihm die 2. Kreisklasse jedoch zu niedrig. Mit dem Kreisligisten SV Komet Pennigbüttel fand er im vergangenen Jahr die richtige Mischung. Prompt schaffte er den Aufstieg in die Bezirksliga3. Dass die Pennigbütteler nun sogar eine realistische Chance auf dem Klassenerhalt zu haben scheinen, hätte kaum jemand gedacht. Viele Experten sagten dem Liganeuling eine ähnliche Saison voraus wie sie der ASV Ihlpohl in der abgelaufenen Spielzeit hingelegt hatte. Mit 13 Zählern haben die Lila-Weißen aber bereits jetzt einen Punkt mehr auf dem Konto als Ihlpohl nach der gesamten Serie. "Angesichts der Tatsache, dass uns ganz viele ein ähnliches Schicksal prophezeit hatten, keine allzu schlechte Ausbeute", findet Tobias Dohr.

Der FC Worpswede hat hingegen ganz andere Ansprüche als nur in der Liga zu verbleiben. "Worpswede zählt zu den Mannschaften, die um den Aufstieg mitspielen werden", urteilt Patrick Kück. Mit Rasmus Berger, Pepe Diomande, Claas-Peter Meyerdierks sowie Till Augsburg stehen bei Worpswede auch noch vier Kicker im Aufgebot, mit denen Kück zusammengespielt hatte. Während der Mittelfeldmann in Worpswede meist direkt hinter den Spitzen anzutreffen war, ist er heute eher im defensiven Mittelfeld zu finden. "Aber eigentlich stellt mich mein Trainer Jens Sander dort auf, wo gerade Not am Mann ist", informiert der Allrounder. Er sieht sich und seine Formation auch gerade angesichts der 2:7-Niederlage gegen Worpswede im Pokal als Außenseiter: "Wir haben nur eine Chance, wenn wir einen guten und die Worpsweder einen nicht so guten Tag erwischen." Er wäre deshalb mit einem Punkt bereits zufrieden, versichert Kück.

Einer, der in der Zentrale der Pennigbütteler Abwehr unverzichtbar ist, ist Dennis Damberg. Er vermochte sich in Worpswede nie so richtig durchzusetzen und verbrachte fast ein ganzes Jahr auf der Bank. Er will es Worpswede deshalb ebenso zeigen wie Andreas Krohn, der sich beim SV Blau-Weiß Bornreihe unter dem jetzigen Worpsweder Übungsleiter Carsten Huning keinen Stammplatz erkämpfte.

Während der Aufsteiger voll im Soll liegt, hätten viele Kenner der Szene Worpswede noch weiter oben erwartet. Mit einem Rückstand von nur vier Punkten auf den Spitzenreiter FC Verden 04 haben die Kicker um Co-Trainer und Torjäger Manuel Weinrich allerdings auch noch alle Möglichkeiten auf den Titelgewinn. "Ich erwarte eine Mannschaft, die sich für die Pokalschlappe revanchieren will und deshalb aggressiv zu Werke gehen wird", sagte Carsten Huning vor dem anstehenden Pennigbüttel-Spiel. Er wolle aber den guten Tabellenplatz festigen: "Und dafür brauchen wir einen Sieg." Huning muss ohne Nesredin Kurnaz, Mats Böse und Patrick Wellbrock auskommen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+