Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst starten mit 3:4-Pleite gegen Bramfeld ins Pflichtspieljahr Funkes Traumtor bringt keine Punkte

Hamburg-Bramfeld. Claus-Dieter Meier wusste im ersten Moment nicht so recht, was bei ihm nun überwog – die Freude darüber, dass seine Mannschaft beim Spitzenreiter der Regionalliga eine durchaus ansprechende Leistung gezeigt hatte, oder doch der Ärger darüber, dass es dafür wegen einer komplett verschlafenen Anfangsphase am Ende keine Punkte gab. Mit 3:4 (3:4) mussten sich die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst am Sonntag im ersten Pflichtspiel des Jahres auf dem Kunstrasen des Bramfelder SV geschlagen geben.
15.02.2016, 00:00
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Von Daniel Cottäus

Claus-Dieter Meier wusste im ersten Moment nicht so recht, was bei ihm nun überwog – die Freude darüber, dass seine Mannschaft beim Spitzenreiter der Regionalliga eine durchaus ansprechende Leistung gezeigt hatte, oder doch der Ärger darüber, dass es dafür wegen einer komplett verschlafenen Anfangsphase am Ende keine Punkte gab. Mit 3:4 (3:4) mussten sich die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst am Sonntag im ersten Pflichtspiel des Jahres auf dem Kunstrasen des Bramfelder SV geschlagen geben. Meier sagte: „Wir haben uns gut verkauft, aber über den Spielbeginn werden wir noch reden müssen.“

Auf dem Platz im Hamburger Stadtteil dauerte es gerade einmal drei Minuten, da lag der TV Jahn auch schon zurück. Bramfelds Nurdan Üstün nutzte einen Fehler in der Innenverteidigung der Gäste und musste nur noch abstauben – 1:0. Als die Gastgeberinnen dann durch ihre Kapitänin Denise Stroda nach einer Ecke schnell auf 2:0 erhöhten (5.), schien sich für die Meier-Elf ein wahres Debakel anzubahnen. Laut dem Jahn-Trainer war Torhüterin Magdalena Flug vor dem Treffer von Stroda behindert worden: „Sie wurde mit der Hüfte weggeschoben und hat deshalb den Ball fallen gelassen.“ Die Delmenhorsterinnen benötigten nach dem Doppelschlag allerdings nicht lange, um sich zurückzumelden. Sandra Göbel schickte Nathalie Heeren auf dem rechten Flügel, und über Umwege kam der Ball zu Nahrin Uyar – 2:1 (11.). „Das war eine gute Antwort“, betonte Meier, dessen Elf in der 14. Minute jedoch schon das 1:3 kassierte. Bramfelds Torschützin war erneut Üstün, die nach einer Hereingabe am kurzen Pfosten am schnellsten reagierte. Spätestens jetzt war die Partie ein offener Schlagabtausch, beide Teams suchten ihr Heil in der Offensive. Als Anna Mirbach in den Strafraum der Gastgeberinnen vordrang, konnte sie nur noch durch ein Foul gestoppt werden, den fälligen Strafstoß verwertete Uyar zum 2:3 (18.). In der 40. Minute ereignete sich dann eine Szene, von der Meier hinterher sagte, dass es so etwas nur „sehr selten im Frauenfußball“ gibt. Der Ball sprang nach einem Abpraller vor die Füße von Jahn-Spielerin Lena Funke, die ihn aus 22 Metern volley unter die Latte drosch – 3:3. „Ein Traumtor“, schwärmte Meier. Noch vor der Pause geriet seine Mannschaft allerdings erneut in Rückstand: Üstün markierte das 4:3 per Distanzschuss. Kurz vor Jahn-Keeperin Flug sprang der Ball auf dem harten Boden noch einmal auf, über sie hinweg und ins Tor.

Im zweiten Durchgang schnürten die Gäste den Spitzenreiter dann phasenweise in dessen Hälfte ein. Meier berichtete von einem Chancenverhältnis von 6:1, allerdings schafften es weder Simone Wimberg (46.), noch Mirbach (55./61./74./89.), noch Funke (77.) den Ball im Tor unterzubringen. „Der Ausgleich wäre mehr als nur verdient gewesen“, haderte der Jahn-Trainer, für dessen Mannschaft am Ende die vierte Niederlage der Saison feststand. „Moral und Einsatzbereitschaft haben gestimmt“, hob der Trainer hervor, „aber gerade deswegen müssen wir das Spiel eigentlich gewinnen, wenn wir am Anfang nicht so gepennt hätten“.

In der Tabelle rangiert der TV Jahn aktuell auf dem achten Platz, zwölf Punkte hat der Aufsteiger aus zehn Partien gesammelt. Nächster Gegner ist nun am kommenden Sonntag der Sechste TSV Havelse, der ab 12 Uhr in Delmenhorst gastiert.

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