Fußball-Bezirksliga

Verdienter Derbysieg für den TuS Heidkrug

Der TuS Heidkrug hat das Derby beim VfL Stenum verdient mit 2:1 gewonnen. Die Mannen von Coach Selim Karaca hätten früh für die Entscheidung sorgen müssen und hatten am Ende dann Glück und Torwart Tim Osterloh.
13.09.2020, 19:42
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Verdienter Derbysieg für den TuS Heidkrug
Von Michael Kerzel

Der Fußball-Bezirksligist TuS Heidkrug hat drei Punkte vom Kirchweg mitgebracht und damit für eine Überraschung gesorgt. Der gastgebende VfL Stenum galt im Vorfeld als Favorit, schaffte es jedoch nicht, die nötige Aggressivität auf den Rasen zu bringen. Die Delmenhorster gewannen aufgrund einer couragierten Leistung, eines besseren Zweikampfverhaltens und einer stabilen Defensive verdient mit 2:1 (1:1). Bei einer besseren Chancenverwertung hätte die Elf von Trainer Selim Karaca früh für klare Verhältnisse sorgen können. Die Stenumer blieben dadurch im Spiel und hatten in der Schlussphase zwei große Chancen zum Ausgleich, doch TuS-Keeper Tim Osterloh behielt zweimal im Eins-gegen-eins die Oberhand. Karaca sah seine Truppe über weite Strecken der Partie als die bessere: „Der Sieg war absolut verdient. Stenum kann froh sein, dass wir hier nicht mehr Tore gemacht haben. Man muss aber auch klipp und klar sagen, dass Tim Osterloh uns am Ende den Sieg gerettet hat, weil wir unsere Großchancen nicht genutzt haben.“

Die Heidkruger übernahmen zu Beginn die Initiative und gingen verdient in Führung. Zunächst köpfte Marvin Lohfeld nach einer Ecke den eigenen Mann vor dem Stenumer Kasten an, doch den Abpraller versenkte Lennard Stöver aus kurzer Distanz zum 1:0 (14.). Kurz darauf hätten die beiden Stürmer und Fabian Herrmann das 2:0 machen müssen: Nach einem langen Ball eilte Stenum-Torwart Thorben Riechers aus seinem Kasten und trat mit Kristian Bruns den eigenen Mann um. Im Grunde standen die drei Heidkruger dann vor dem leeren Tor, doch statt jeweils aus spitzem Winkel zu schießen, legten sie zweimal quer, sodass Riechers am Ende klärte. Quasi im Gegenzug erzielte Felix Oetjen nach Vorlage von Simon Matta den Ausgleich (26.). In der Folge übernahm Stenum das Kommando, ohne jedoch zwingend zu werden.

Nach dem Seitenwechsel spielte zunächst nur Heidkrug, hatte mehrere Großchancen, ehe Malcolm-Tarik Jumpertz einen Herrmann-Querpass zum 2:1 über die Linie drückte (55.). In der Folge vergab Heidkrug weitere Gelegenheiten, am Ende machte Stenum Druck: Lukas Matta (80.) und Jakob Korfmann (85.) scheiterten an Osterloh. „Wir haben in den ersten 15 Minuten in beiden Halbzeiten einiges verpasst. Wir waren nicht in den Zweikämpfen, nicht griffig. So kenne ich die Jungs gar nicht. So kann man einfach nicht in ein Derby gehen. Ich verstehe nicht, was da passiert ist“, haderte VfL-Coach Thomas Baake. Ein Unentschieden wäre seiner Ansicht nach dennoch nicht unverdient gewesen, die Niederlage sei es jedoch auch nicht.

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