Fußball-Bezirksliga

VfL Stenum schlägt FC Hude im Derby klar

Der VfL Stenum hat im Landkreis-Derby gegen den FC Hude mit 3:0 die Oberhand behalten. Das Team von Thomas Baake hätte auch höher gewinnen können, vergab aber einige Topchancen.
28.09.2020, 10:39
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
VfL Stenum schlägt FC Hude im Derby klar
Von Justus Seebade
VfL Stenum schlägt FC Hude im Derby klar

In dieser Szene versuchte es Hudes Ingmar Peters artistisch. Sein Fallrückzieher führte allerdings nicht zum Torerfolg. Am Ende des Tages hatten nur die Stenumer getroffen und sich gegen den FCH deutlich mit 3:0 durchgesetzt.

INGO MöLLERS

Maximilian Gundelach war am Sonntagnachmittag einer der Protagonisten am Kirchweg in Stenum. Der Torhüter des Fußball-Bezirksligisten FC Hude stand im Derby gegen den gastgebenden VfL mehrere Male im Fokus – in den meisten Fällen, weil er sich mit starken Paraden auszeichnete. Verhindern konnte der junge Keeper die Niederlage seiner Mannschaft aber auch nicht. Die Stenumer behielten im Landkreis-Duell deutlich mit 3:0 (2:0) die Oberhand und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch höher gewinnen können. Jedoch hatten die Huder, die an sich eigentlich keine schlechte Leistung zeigten, eben Maximilian Gundelach im Kasten.

Thomas Baake befand nach dem Abpfiff zu Recht, dass sein Team die Partie verdient gewonnen habe. „Wir hätten sechs Tore machen müssen“, bemängelte der VfL-Trainer den Umgang seiner Schützlinge mit ihren Tormöglichkeiten. Allerdings räumte auch Baake ein, dass Gundelach einen gehörigen Anteil daran hatte, dass die Gastgeber nicht noch häufiger jubeln durften. „Er war Hudes bester Mann“, lobte der Stenumer Coach den Torwart des Gegners. Ansonsten zeigte er sich mit der Leistung seiner Mannen sehr zufrieden, vor allem im Vergleich zur Vorstellung im ersten Derby der Saison gegen den TuS Heidkrug, das Stenum mit 1:2 verloren hatte. „Das waren zwei Paar Schuhe“, meinte Baake. Die Herangehensweise seiner Elf gefiel ihm dieses Mal wesentlich besser. „Die Mannschaft, die am meisten will, gewinnt solche Spiele“, betonte Baake.

Für sein Pendant Lars Möhlenbrock kamen bei der Niederlage viele Faktoren zusammen. Der Verlauf der Partie sei „ein bisschen typisch für uns“ gewesen. Der FCH-Coach spielte damit darauf an, dass sein Team mal wieder aufgrund individueller Fehler auf die Verliererstraße geriet. „Wir sind eigentlich ganz gut reingekommen. In den ersten zehn, 15 Minuten können wir ein Tor machen. Wenn wir es machen, läuft es anders“, sagte Möhlenbrock. In der Tat gehörte die erste Chance der Begegnung den Gästen. Mohamed Alawie wurde über links geschickt, schoss den Ball aber auch links vorbei (5.). Auf der anderen Seite scheiterte Bastian Morche per Kopf (11.), genau wie im direkten Gegenzug wieder Alawie.

Die Zuschauer am Kirchweg bekamen eine durchaus interessante und intensive Partie zu sehen, in der beide Mannschaften den Weg nach vorne suchten. Nach einer halben Stunde war das Duell noch vollkommen offen, kein Team hatte sich bis dahin ein Übergewicht erarbeitet. Die erste hundertprozentige Chance der Partie gab es nach 34 Minuten. Maximilian Klatte drang über links mit Tempo in den Strafraum und bediente den freien Lukas Matta, der aus kurzer Distanz nur noch hätte einschieben müssen, das Gehäuse aber verfehlte. Andersherum klappte es wenig später besser. Matta setzte sich über rechts durch und brachte den Ball vor den Kasten. Klatte vollendete – hatte es aber auch ziemlich leicht, da Gundelach die Kugel nur hatte abklatschen lassen. In dieser Szene sah der FCH-Keeper einmal nicht gut aus (38.).

Die Gäste mussten diesen Rückschlag erst mal verdauen – und brauchten dafür offenkundig zu lange. Nur eine Minute nach dem 1:0 leistete erneut Matta über rechts die Vorarbeit, die Huder Defensive hatte Daniel Götz nicht im Blick, der am ersten Pfosten einnetzte. Klatte hätte noch vor der Halbzeit seinen zweiten Treffer markieren müssen, scheiterte aber am überragend reagierenden Gundelach (42.). Kurz vor dem Pausenpfiff verzeichneten auch die Huder mal wieder einen gefährlichen Abschluss. Cüneyt Yildiz zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern auf die Latte (45.).

Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis die Entscheidung fiel. Kevin Kari traf Mathias Gaster im Strafraum. Weil Gaster aber wohl auch etwas weggerutscht war, beschwerten sich die Gäste lauthals über den Pfiff von Schiedsrichter David Gäbe. Klatte ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und versenkte den Elfmeter zum 3:0 (54.).

„Das war der Genickbruch“, meinte auch Lars Möhlenbrock, dessen Elf sich in der Folge allerdings nicht aufgab, sondern weitermachte. Jedoch kamen die Huder zu selten entscheidend durch, der VfL verteidigte sicher. Einmal landete der Ball nach einem Peters-Kopfball im Netz, aber der Treffer zählte wegen Abseits nicht (79.). Bereits zuvor hatte Gundelach mit einer tollen Reaktion im Eins-gegen-eins gegen Morche das 0:4 verhindert (63.). In der Schlussphase hielt der FCH-Keeper zudem klasse gegen Felix Oetjen und Matta (87./88.).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+