Fußball

Brinkumer SV dreht erneut ein Spiel nach 0:2-Rückstand

Nach zwölf Minuten liegt der Brinkumer SV mit 0:2 zurück. Doch durch mehrere Systemwechsel kann der BSV die Partie beim ESC Geestemünde noch drehen und mit 5:3 gewinnen.
20.09.2020, 17:13
Lesedauer: 2 Min
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Brinkumer SV dreht erneut ein Spiel nach 0:2-Rückstand
Von Jannis Klimburg
Brinkumer SV dreht erneut ein Spiel nach 0:2-Rückstand

Brinkums Flügelflitzer Mert Bicakci erwischte in Bremerhaven einen Sahnetag.

Thorin Mentrup

Bremerhaven. Vielleicht war es die ungewohnt frühe Anstoßzeit am Sonntagvormittag um 11 Uhr, vielleicht war es auch die vergleichsweise lange Anfahrt nach Bremerhaven. Fakt ist: Der Brinkumer SV hat 35 Minuten gebraucht, um seinen Tiefschlaf abzulegen. Mit dem zweifachen Systemwechsel fanden die Gäste dann aber zurück zu alter Stärke, drehten auf und bezwangen den ESC Geestemünde in der Fußball-Bremen-Liga nach 0:2-Rückstand noch mit 5:3.

In der Anfangsphase waren die Brinkumer körperlich wie geistig nicht wirklich auf dem Platz. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, im Mittelfeld nicht und auch in der Innenverteidigung nicht“, analysierte Trainer Mike Gabel. Genau aus diesem Grund lag der BSV auch nach zwölf Minuten bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Zweimal das gleiche Prozedere: Ein langer Ball, Geestemünde war zuerst am Ball und Luca Mittelstädt vollstreckte in der Spitze (5., 12.). Daraufhin musste Gabel seinen eigentlichen Plan umwerfen und vom 4-3-3-System abweichen. „Wir haben dann die Flügelspieler zurückgezogen und auf ein 4-1-4-1 gestellt“, erklärte er. Doch auch das wollte nicht wirklich fruchten. So führte Gabel wieder das altbekannte und angestammte 4-2-3-1-System ein. „Das hat dann eben am besten gepasst für das Spiel. Vielleicht habe ich mich da auch ein bisschen vercoacht“, gibt er zu. Doch nach 35 Minuten waren die Gäste dann auch voll präsent. Und gingen noch mit dem Anschlusstreffer in die Kabine. Mert Bicakcis Freistoß aus rund 25 Metern landete sehenswert in der langen Ecke (45.).

Joker machen sich bezahlt

Mit dem neuen System kamen in der zweiten Hälfte dann auch frische Kräfte beim BSV. Herman Mulweme und Kevin Artmann sorgten für frischen Wind. Doch Bicakci war es, der sich ins Rampenlicht spielte. In der 52. Minute ließ er auf dem linken Flügel zwei Gegenspieler stehen, um dann Mulweme zu bedienen, der nur noch den Schlappen hinhalten musste. Beim 3:2-Führungstreffer waren dann beide Joker beteiligt. Artmann setzte Mulweme präzise in Szene, der dann eiskalt einnetzte (58.). Von da an hatten die Gäste das Spiel vollkommen im Griff. Angriffswelle um Angriffswelle rollte nun auf den ESC Geestemünde zu.

BSV muss noch mal zittern

„Wir haben nicht nachgelassen, extrem viel Aufwand betrieben“, lobte Gabel seine Mannen. Es sollte sich sich lohnen: Nach einer Ecke schaltete Nicolai Gräpler am schnellsten, sah den freistehenden Esin Demirkapi, der das 2:4 markierte (74.). Dennoch mussten die Gabel-Schützlinge noch einmal zittern, weil die Hausherren wiederum nach einer Ecke auf 3:4 verkürzten. Doch das war nicht von großer Dauer, weil Ramien Safi in der Nachspielzeit mit dem 3:5 den Schlusspunkt setzte. „Meine Nerven machen das nicht mehr lange mit“, scherzte Gabel. „Wir müssen es jetzt mal hinbekommen, dass wir 90 Minuten auch auf dem Platz sind.“

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