Fußball

Geniestreich führt BSV zum Sieg

Der Brinkumer SV müht sich in der Fußball-Bremen-Liga zum 1:0-Erfolg gegen den TuS Komet Arsten. Can Ercan markiert das goldene Tor.
11.10.2020, 19:25
Lesedauer: 3 Min
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Geniestreich führt BSV zum Sieg
Von Jannis Klimburg
Geniestreich führt BSV zum Sieg

Der Brinkumer SV (links Jost-Eike Behrens) lief immer wieder an. Und belohnte sich dafür mit dem 1:0 kurz vor dem Abpfiff.

Michael Braunschädel

Brinkum. Die Begegnung erinnerte sehr an das Pokalspiel gegen den SV Eintracht Aumund. Erneut mühte sich der Brinkumer SV zum Sieg. Erneut hatte die Elf vom Brunnenweg ein gewaltiges Chancenplus, viel mehr Ballbesitz auf der Habenseite. Erneut gewannen die Mannen von Trainer Mike Gabel, diesmal in der Fußball-Bremen-Liga mit 1:0 (0:0) gegen den TuS Komet Arsten. Und erneut war der Übungsleiter nicht wirklich zufrieden: „Wir können noch viel mehr Qualität auf den Platz bringen, vor allem im letzten Drittel. Wir müssen die Partie in der ersten Hälfte eigentlich schon entscheiden.“

Das tat der Brinkumer SV aber eben nicht. Das lag in der Anfangsphase aber auch am Gegner. Denn der TuS Komet Arsten machte mit einer Fünferkette die Räume extrem eng und stand dementsprechend sehr tief. Davor sorgte eine Viererkette im Mittelfeld dafür, dass nur wenige Bälle durchkamen. Doch wie erwartet hatte der Favorit viel mehr Ballbesitz, musste aber eben oft hinten herum spielen. Und die Diagonalbälle von den Innenverteidigen fanden oftmals nicht den Weg zum Mitspieler. „Wir hatten sehr wenig Tiefe in unserem Spiel und waren meistens auch zu ungenau“, haderte Gabel, der die erste nennenswerte Chance seiner Mannen in der siebten Spielminute sah. Allerdings war der Schussversuch von Ramien Safi aus der Distanz mit etwas zu wenig Druck ausgeführt, sodass Arstens Keeper Pascal Wiewrodt zur Ecke lenken konnte.

Mulweme scheitert gleich zweimal

Die Gäste selber machten eher keine Anstalten, auch mal offensiv zu denken. Nur sehr selten tauchten sie überhaupt in Brinkums Sechzehner auf. Meistens ging es dann doch in die andere Richtung. So zum Beispiel in der 30. Spielminute, als BSV-Torjäger Herman Mulweme das 1:0 auf dem Schlappen hatte. Doch nach Steckpass von Dennis Krefta scheiterte der Angreifer an Wiewrodt. Nur wenig später stand Mulweme wieder im Blickpunkt: Diesmal wurde er von Safi bedient und schob das Spielgerät über den Kasten (38.). Kurz vor dem Pausentee hatten Brinkums Anhänger den Torschrei dann schon auf den Lippen. Doch erst konnte Rafi aus spitzem Winkel das runde Leder im Tor nicht unterbringen, anschließend verwertete auch Krefta den Abpraller nicht. Und das, weil zwei Mal ein Akteur des TuS Komet Arsten auf der Linie klärte (45.).

Mit dem Einbahnstraßenfußball ging es im zweiten Abschnitt weiter. Quasi mit dem Wiederanpfiff besaß der Brinkumer SV die Chance zum 2:0. Nach einer Flanke von Jost-Eike Behrens kam Krefta mit dem Kopf an den Ball, allerdings parierte Wiewrodt zur Ecke (47.). In den zweiten 45 Minuten baute der Brinkumer SV mehr Druck auf, lief den Kontrahenten noch früher an. So ergaben sich aber auch mehr Räume für die Rot-Weißen, die sie aber nicht zu nutzen wussten. Allerdings fand auch die Elf vom Brunnenweg kein probates Mittel, um die Arstener Defensive zu knacken. „Wir waren teilweise zu ungeduldig und haben im Umschaltspiel zu lange gebraucht“, seufzte Gabel. Trotzdem bestimmten die Brinkumer das Spielgeschehen auf dem Kunstrasen. Nur eben das Tor fehlte. Und das sollte auch erst einmal noch so bleiben. Weil zum einen Mulweme keinen guten Tag erwischte und auch in der 52. Spielminute nach mustergültiger Vorlage von Safi am Keeper scheiterte.

Ercans Lupfer sitzt

Und zum anderen, weil auch die weiteren BSV-Spieler nicht am Zielwasser genippt hatten. Wie Julius Rahmig, der nach perfekter Vorarbeit von Behrens das Spielgerät volley nahm, aber das Tor damit verfehlte (70.). Doch der goldene und erlösende Treffer sollte eben doch noch fallen. Und das hatte sich der Brinkumer SV zuvor auch hart erarbeitet. Der eingewechselte Can Ercan kam im Sechszehner an den Ball und lupfte das runde Leder über den Keeper hinweg in die Maschen (85.). „Das war so gewollt. Das hat er im Training schon oftmals gezeigt“, meinte Gabel, der nur wenig später dann den sechsten Sieg in Folge bejubeln durfte. Doch der Jubel hielt nur kurz an, weil der Trainer mit der Leistung nicht ganz einverstanden war. „Wir müssen uns einfach schon viel früher belohnen. Ich habe absolut keinen Bock, immer so lange zittern zu müssen. Das ist defintiv nicht nötig“, betonte Mike Gabel.

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