Fußball

Der Ball ruht „bis auf Weiteres“

Kein Spielbetrieb im Fußball. Der Niedersächsische Fußballverband hat die Pause verlängert - und deren Ende offen gelassen.
03.04.2020, 11:00
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Von Thorin Mentrup
Der Ball ruht „bis auf Weiteres“

Die Plätze bleiben erst einmal gesperrt: Der Fußballspielbetrieb im Niedersächsischen Fußballverband ruht weiter.

Janina Rahn

Barsinghausen/Landkreis Diepholz. Das ging schneller als erwartet: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wird der Fußball in Niedersachsen bis auf Weiteres ruhen. Das Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat beschlossen, die ursprünglich bis zum 19. April vorgesehene Aussetzung des Spiel- und Trainingsbetriebes aufgrund der jeweiligen staatlichen beziehungsweise behördlichen Verfügungslage auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Eine Fortsetzung des Spielbetriebes wird der NFV mindestens zwei Wochen vorher kommunizieren. Dies soll den Vereinen die Planung, soweit überhaupt möglich, erleichtern, wie es in einer Pressemitteilung vom Freitagmorgen heißt. Sich selbst hatte der Verband eine Deadline bis zum Gründonnerstag, 9. April, gesetzt.

„Wir orientieren uns mit unserer Entscheidung an der behördlichen und staatlichen Verfügungslage und reagieren mit ihr auf eine nie dagewesene Krise. Die gegenwärtige Situation lässt uns leider keinen anderen Handlungsspielraum“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath. „Oberste Priorität hat weiterhin die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und die Gesundheit unserer Mitglieder.“

Das NFV-Präsidium hat darüber hinaus entschieden, dass weiterhin alle zentralen und dezentralen Maßnahmen der Lehrarbeit (Aus-, Fort-, Weiterbildung) und Talentförderung ebenfalls bis auf Weiteres ausgesetzt werden. Aus diesem Grund ruht parallel auch weiterhin der Betrieb in der NFV-Sportschule in Barsinghausen.

Darüber hinaus hat der Niedersächsische Fußballverband mitgeteilt, Liquiditätshilfen für seine Vereine in Aussicht zu stellen. Der Verband sei sich bewusst, durch unter anderem durch den Wegfall von Spieltags- und Caterineinnahmen, den teilweisen Wegfall von Sponsorengeldern und das Weiterlaufen von fixen Kosten finanzielle Engpässe entstehen könnten. Das könne teilweise zu einer existenziellen Bedrohung führen. Präsident Günter Distelrath: „Was wir unter Berücksichtigung von gemeinnützigkeitsrechtlichen und steuerrechtlichen Aspekten tun können, um unseren Vereinen gezielt Hilfe zu verschaffen, wollen wir tun. Dies soll nicht mit der Gießkanne passieren, sondern da ansetzen, wo Hilfe tatsächlich dringend erforderlich ist.“

Falls ein NFV-Verein als Folge der Corona-Pandemie in einen existenzbedrohenden Liquiditätsengpass gerät, der auch nicht durch die Soforthilfen von Bund und Ländern zu beheben ist, kann er dies dem NFV bis zum 6. April mit einer kurzen Begründung und unter Angabe des Volumens mitteilen. Der NFV wird dann prüfen, inwieweit eine Liquiditätshilfe etwa in Form von Stundung von Verbandsabgaben möglich und machbar ist. „Wir hoffen, mit dieser Maßnahme einen Beitrag zur Überbrückung dieser schwierigen Zeit für unsere Vereine leisten zu können, damit die Basis unseres Sports auch weiterhin ihre umfangreichen und nicht verzichtbaren Leistungen für den Fußball und für die Gesellschaft erbringen kann", so Distelrath.

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