Fußball

20 Stunden, zehn Tore, zwei Siege

Hinter dem TSV Okel liegt ein kräftezehrendes, aber äußerst erfolgreiches Wochenende: Sowohl die A-Junioren des TuS Sudweyhe als auch den TSV Melchiorshausen besiegte die Elf von Trainer Lutz Schröder.
09.08.2020, 21:04
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup
20 Stunden, zehn Tore, zwei Siege

Okel. In der Vorbereitung muss zusammenwachsen, was zusammengehört. Das bedeutet auch beim Fußball-Bezirksligisten TSV Okel viel Arbeit. Hinter der Mannschaft von Trainer Lutz Schröder liegt eine besonders kräftezehrende Woche mit drei Trainingseinheiten und zwei Spielen, deren Anpfiff nur 20 Stunden auseinander lag: eines am Sonnabendabend, eines am Sonntagnachmittag. „Dann ist es für die Motivation umso besser, wenn man beide Spiele gewinnt“, stellte Betreuer Nick Holthusen fest, nachdem seine Mannen gerade den Bremer Landesligisten TSV Melchiorshausen mit 3:1 (3:1) bezwungen hatten. Tags zuvor war es noch deutlicher geworden für die Okeler: Sie besiegten die A-Junioren des TuS Sudweyhe mit 7:2 (6:1).

Eines hatten beide Spiele gemeinsam: „In der zweiten Hälfte haben wir es deutlich ruhiger angehen lassen“, wie Schröder feststellte. Da war der Schwung jeweils raus, auch aufgrund etlicher Wechsel, die der Coach jeweils vorgenommen hatte. Dass die Beine etwas schwer wurden, nahm er seinem Team nicht übel. „Das ist nach so einer Woche normal“, meinte er und fügte mit Blick auf die tropischen Temperaturen hinzu: „Und bei so einem Wetter erst recht.“ Zufrieden sein durfte er mit der ersten Halbzeit beider Spiele. In Melchiorshausen schossen Marlon Reyher (9.), Ralf Hüneke (21.) und Leon Helmke (34.) die Treffer für die Okeler, die nach einer nicht energisch genug verteidigten Ecke zunächst einem Rückstand hinterhergelaufen waren. Kevin Sökel brachte die Gastgeber mit einem wuchtigen Schuss in Führung (7.).

Es war eines der wenigen offensiven Lebenszeichen der Melchiorshauser. „Mir ist schon klar, dass wir erst am Ende der ersten Woche der Vorbereitung sind und Okel schon ein Stück weiter ist, aber gewisse Dinge bei der Umsetzung unseres Defensivkonzepts darf ich im zweiten Spiel schon erwarten“, war Lars Behrens, der Trainer der Gastgeber, mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause nicht einverstanden. Okel sei klar besser gewesen. Da wollte er auch keine personellen Gründe vorschieben, obwohl etwa mit Marcel Drygalla, Kevin Nienstermann und Abdessamad Sabbar drei Stammkräfte fehlten. Die Basics sah er nach dem Seitenwechsel, als es auf beiden Seiten kaum noch Chancen gab, wesentlich besser umgesetzt.

Die Okeler, die Ralf Hüneke in vorderster Front aufboten, hätten dagegen vor der Pause weitere Treffer erzielen können. Sie störten den Aufbau der Gastgeber frühzeitig. Melchiorshausen reagierte darauf mit vielen leichten Ballverlusten. Okels Wege zum Tor waren kurz. Nicht immer spielten die Gäste ihre Situationen aber konsequent aus.

Ähnlich war es im Duell bei Sudweyhes A-Junioren gewesen. Auch hier dominierte der TSV den ersten Durchgang. Die hoch verteidigenden Gastgeber wurden zur leichten Beute. Meist bedurfte es lediglich eines langen Balles in die Spitze, um Eins-gegen-Eins- oder gar Überzahlsituationen zu schaffen. Zweimal Rico Volkmann, zweimal Marlon Reyher sowie je einmal Leon Helmke und Fynn Seidel schossen noch vor der Pause eine 6:0-Führung heraus, Tom Bode verkürzte. Ein weiteres Mal Volkmann sowie Matthias Hillmann sorgten für den Endstand.

Aus Okeler Sicht waren Ergebnisse an diesem Wochenende allerdings nicht alles. Im Fokus standen auch die zahlreichen jungen Kräfte im Kader. Im Aufgebot des TSV war im Sommer schließlich viel Bewegung, vor allem Talente haben die Okeler für sich begeistern können. Bislang wussten sie durchaus zu überzeugen und – was gerade in einem Dorfverein eine entscheidende Rolle spielt – scheinen auch menschlich gut in die Truppe zu passen. „Sie machen einen guten Eindruck“, bekräftigte Holthusen.

Vor weiteren anstrengenden Trainingseinheiten schützt die jungen Wilden ihr Talentestatus nicht. In der neuen Woche werden alle Okeler wieder mächtig ins Schwitzen geraten. „Aber immerhin haben die Jungs jetzt am Montag frei“, sagte Schröder und grinste.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+