Fußball

Unter anderen Vorzeichen

Im Gemeindederby haben jahrelang die Stuhrer den Ton angegeben. Das hat sich jetzt geändert. Seckenhausen ist nun der Favorit.
15.10.2020, 20:20
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Thorin Mentrup
Unter anderen Vorzeichen

Die Stuhrer um Philipp Kruse (l.) müssen im Derby mehr Akzente setzen als im Hinspiel. Auf Seckenhauser Seite droht derweil Nico Kiesewetter (r.) auszufallen.

Vasil Dinev

Stuhr/Seckenhausen. Jahrelang musste die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst sportlich zum TV Stuhr aufschauen, spielte oft eine Klasse tiefer als der Nachbarklub aus derselben Gemeinde, verlor die direkten Duelle sechs Mal in Serie. Doch in dieser Fußballsaison haben sich die Vorzeichen gedreht. Nicht nur, dass die TSG das Hinspiel gegen den TVS klar und deutlich mit 3:0 für sich entschieden hat. Der Aufsteiger ist souveräner Hinrundenmeister der Bezirksliga geworden. Weit oben war auch der TV Stuhr erwartet worden, doch der ist vor dem Derbyheimspiel am Sonntag (15 Uhr) Letzter.

Nicht umsonst stellt Christian Meyer, der die Stuhrer gemeinsam mit Stephan Stindt trainiert, mit Blick auf das Nachbarschaftsduell fest: „Die Zeichen haben sich komplett gedreht. Wir waren vor dem letzten Derby vielleicht leichter Favorit, aber jetzt sind wir krasser, krasser Außenseiter.“ Im gewissen Sinne hat Stuhr nach der Niederlage in Okel nun allerdings den Tiefpunkt, sprich den letzten Tabellenplatz, erreicht. „Jetzt kann es nur noch nach oben gehen“, meint Meyer vielsagend. Ob die Trendwende ausgerechnet gegen Seckenhausen gelingt? Das hängt laut Meyer stark davon ab, ob sein Team die Basics in die Waagschale werfen kann. „Es wird in erster Linie darum gehen, besser zu verteidigen, mehr Zweikämpfe zu gewinnen und bereiter sein, diese Zweikämpfe zu führen.“ Auch wenn Riccardo Azzarello, Moritz Sagehorn und Fynn Rusche fehlen werden.

Die Seckenhauser bangen derweil um Nico Kiesewetter. „Aber ich habe viele Alternativen“, lässt sich Trainer Iman Bi-Ria nicht aus der Ruhe bringen. Sein Team hat er nach der tollen Hinserie vor den Stuhrern gewarnt. „Das wird ein sehr schweres Spiel. Das habe ich der Mannschaft schon am Sonntag gesagt.“ Die Fallhöhe ist groß für die TSG. Jeder erwartet einen Sieg gegen das Schlusslicht. „Aber Stuhr ist stärker als es der Tabellenstand aussagt“, mahnt Bi-Ria vor Übermut. Den hält er ohnehin für ausgeschlossen bei seiner Elf: „Wir haben ein großes Ziel: Wir sind Hinrundenmeister und wollen oben bleiben. Darauf haben wir den Fokus gerichtet.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+