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Elias Schröder will sich beim JFV Delmenhorst als Trainer fördern lassen

Der 21-Jährige steigt als Co-Trainer bei der U17 ein und möchte dort nicht nur die Talente, sondern auch sich selbst weiterentwickeln. Als Spieler läuft er unterdessen künftig für den FC Hude auf.
21.04.2021, 17:09
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Elias Schröder will sich beim JFV Delmenhorst als Trainer fördern lassen
Von Justus Seebade

Elias Schröder verkörpert den Typ Fußballer, der vorangeht. Er ist jemand, der sich engagiert und Verantwortung übernimmt. Auf dem Platz genauso wie daneben. Das sei bereits während seiner Jugendzeit so gewesen, sagt der mittlerweile 21-Jährige. Schon damals habe er sich auch abseits des Feldes gerne um Dinge gekümmert. Nun geht Elias Schröder in dieser Hinsicht den nächsten Schritt. Er steigt bei der U17 des JFV Delmenhorst als Co-Trainer ein und assistiert Chefcoach Torsten Flügger.

In relativ jungen Jahren hat Schröder künftig also einen Posten an der Seitenlinie inne. Damit setzt er etwas, das er sich bereits früh gut vorstellen konnte, in die Realität um. „Das hat mich eigentlich schon immer interessiert“, unterstreicht der gebürtige Delmenhorster. Mit einem taktischen Grundverständnis ausgestattet, will er sich nun als Trainer fördern lassen. Beim JFV sieht er hierfür die idealen Bedingungen. „Ich habe da die Möglichkeit, an einem Konzept mitzuarbeiten, hinter dem ich zu 100 Prozent stehe“, betont Schröder. „Mich überzeugt, dass man versucht, die besten Nachwuchskicker aus Delmenhorst zusammenzubringen und ihnen leistungsorientierten Fußball anzubieten.“

Eine solche Option hätte er sich in seiner Jugendzeit gewünscht, sagt der Lehramtsstudent. Damals hätten viele seiner Mitspieler der Stadt sportlich den Rücken gekehrt, weil sie etwa in Oldenburg oder Bremen ambitionierter kicken konnten. Vor Ort in Delmenhorst sei das nicht möglich gewesen. Deshalb findet Schröder den Grundgedanken des Jugendfördervereins genau richtig. Allerdings nicht nur aufgrund der Tatsache, dass den Talenten aus der Stadt auf diese Weise Leistungsfußball angeboten wird, sondern auch deshalb, weil sie mit ihren Freunden zusammenspielen können. Das sei ihm auch selbst immer wichtig, genauso wie „ein familiäres Umfeld“. Diese Mischung biete der JFV. Schröder hebt auch hervor, dass die beteiligten Klubs nun nicht mehr miteinander konkurrieren, sondern kooperieren. „Ich finde es gut, dass die Vereine ihr Ego hintenangestellt und ein gemeinsames Konzept entwickelt haben.“ Im Herrenbereich könnten die Spieler ja zu ihren Stammvereinen zurückkehren.

Funktion als Bindeglied

Dass er mit seinen 21 Jahren altersmäßig noch nicht allzu weit von den U17-Akteuren entfernt ist, sieht Schröder durchaus als Vorteil an. „Ich bin überzeugt, dass ich ein gutes Bindeglied sein kann. Ich weiß, wie sie ticken“, erklärt der Delmenhorster. Er sei zwar noch sehr jung, habe von seinen eigenen Trainern aber schon relativ viel gelernt. In diesem Zusammenhang nennt er insbesondere Ralf Buß und Patrick Meyer, die ihn einst in der Jugend beim TSV Ganderkesee trainierten, sowie Marcel Bragula, unter dessen Regie er bei den Herren des VfL Wildeshausen in der Bezirks- und Landesliga aktiv war. Letzterer habe ihm als jemandem, der technisch begabt ist, auch beigebracht, „den Schweinehund zu überwinden“, wie Schröder berichtet. „Ich denke, das war gut, dass ich das mitgenommen habe. Man muss in jedem Spiel 100 Prozent geben. Das hat er sehr gut verdeutlicht.“

Seine gesammelten Erfahrungen möchte Schröder, der abgesehen von einem zweijährigen Intermezzo in Ganderkesee seine komplette Jugendzeit beim TuS Heidkrug verbracht hat, nun beim JFV einbringen. Dass er zunächst als Co-Trainer mitwirkt, ist für ihn genau der passende Einstieg. „Ich will das Jahr erst mal zur Beobachtung nutzen und mich fördern lassen“, sagt er. Der Plan sehe aber auch vor, dass er mal die eine oder andere Einheit leitet. „Sie vertrauen mir voll und ganz“, lobt Schröder die JFV-Verantwortlichen.

Seine Trainertätigkeit geht er grundsätzlich ambitioniert an. „Ich habe vor, jede Lizenz zu machen, um gegebenenfalls mal höherklassig zu trainieren. Das ist langfristig mein Ziel“, blickt Schröder voraus. Seine nähere Zukunft als Übungsleiter plant er jedoch in Delmenhorst: „Jetzt will ich die Spieler beim JFV mit eigener Kraft weiterentwickeln – und mich selbst auch.“ Mittelfristig würde er dann gerne eine Mannschaft hauptverantwortlich übernehmen.

Künftig beim FC Hude aktiv

Der 21-Jährige sitzt in Zukunft aber nicht ausschließlich auf der Trainerbank, sondern ist auch weiterhin selbst als Spieler aktiv. Allerdings nicht mehr für den SV Baris Delmenhorst, sondern beim FC Hude. Der Wechsel innerhalb der Bezirksliga erscheint schlüssig, denn in Hude trifft Schröder auf einen Coach, von dem er erneut viel lernen kann. Der neue Herren-Trainer Nikolai Klein hat unter anderem im Nachwuchsleistungszentrum des SV Werder Bremen gearbeitet und besitzt die A-Lizenz. „Ich kann mir viel abgucken und will dort dazulernen“, sieht Schröder weitere Entwicklungschancen nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Beim FCH gebe es „enorme Fachkompetenz“. Darüber hinaus könne er die Trainingszeiten in Hude und beim JFV besser aufeinander abstimmen, als es bei Baris der Fall gewesen wäre.

In Hude freuen sie sich auf den Neuzugang. „Er ist ein absoluter Wunschspieler, den wir für uns gewinnen konnten“, sagt Teammanager Ralf Buß, der Schröder – wie bereits erwähnt – vor einigen Jahren in Ganderkesee als Nachwuchsspieler trainierte. „Unser Verhältnis ist sehr gut. Wir kennen uns schon lange“, erklärt Buß. Schröder sei beim Bezirksligisten als Verstärkung für die Zentrale eingeplant und solle „eine tragende Säule“ werden.

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