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Heiligenfelde setzt erste Duftmarke

Unterschiedliche Gemütslagen: Die Frauen des SV Heiligenfelde siegten zum Auftakt in die neue Bezirksliga-Saison. Der TSV Weyhe-Lahausen dagegen musste gleich einen Dämpfer hinnehmen.
14.09.2020, 18:12
Lesedauer: 2 Min
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Heiligenfelde setzt erste Duftmarke
Von Jannis Klimburg

Pollhagen/Linsburg. Mit unterschiedlichen Ambitionen sind die beiden Bezirksliga-Vertreter aus unserem Verbreitungsgebiet in die Frauen-Fußballsaison gestartet. Der SV Heiligenfelde möchte laut Trainer Frank Janshen „oben ein Wörtchen mitreden“. Die junge Garde des TSV Weyhe-Lahausen dagegen möchte nicht absteigen, den letzten Platz vermeiden. Das Resultat nach dem ersten Spieltag: Der SV Heiligenfelde hat direkt eine Duftmarke gesetzt, der TSV Weyhe-Lahausen musste dagegen Lehrgeld bezahlen.

SG Husum-Linsburg - TSV Weyhe-Lahausen 5:3 (2:1). „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt“, seufzte TSV-Trainer Max Hurdalek nach der Auftaktpleite. „In der Vorwärtsbewegung haben wir zu leicht die Bälle hergeschenkt.“ So sei dann auch das erste Gegentor entstanden. Der TSV Weyhe-Lahausen war zu weit aufgerückt und die Hausherrinnen schalteten schnell um, Rieke Schwarze markierte das 1:0 (5.). Allerdings hatten die Gäste die passende Antwort parat: Lucienne Charlotte Strege belohnte sich selbst nach einer gelungenen Einzelaktionen und vollendete zum 1:1 (22.). Insbesondere die zwei schnellen Stürmerinnen hätten seiner Mannschaft das Leben schwer gemacht, betont der TSV-Coach. Johanna-Maria Bachmann, eine der zwei Angreiferinnen, erzielte nur sieben Minuten nach dem Ausgleich das 2:1.

Die hohe Anzahl der individuellen Fehler setzte sich im zweiten Durchgang fort. Das nutzten die Gastgeberinnen eiskalt zum 3:1 aus (51.). „Danach hatten wir unsere beste Phase im Spiel“, meinte Hurdalek. Erst brachte Alena Dittrich den TSV wieder auf 3:2 heran (52.) und nachfolgend „hatten wir das 3:3 mehrmals auf dem Schlappen“, berichtete der Übungsleiter. Doch daraus wurde nichts. Im Gegenteil: Die SG Husum-Linsburg schaltete einen Gang hoch, schraubte das Ergebnis binnen sieben Minuten auf 5:2 in die Höhe (58., 65.). Das 5:3 durch Finja Stange kurz vor dem Abpfiff war dann nur noch Makulatur. „Die Liga ist sehr klein, und es wird brutal schwierig, überhaupt mal Punkte zu holen“, schätzt Hurdalek die Bezirksliga sehr stark ein.

FSG Pollhagen-Nordsehl /L./W. - SV Heiligenfelde 1:5 (1:1). Auf dem großen Platz in Pollhagen verschanzten sich die Hausherrinnen mittels einer Fünferkette tief in der eigenen Hälfte. Der SV Heiligenfelde versuchte, dem Gegner seiner Spiel aufzudrücken. Mit viel Ballbesitz spielten sich die Gäste etliche Chancen heraus. Doch FSG-Keeperin Wiebke Dollweber erwischte einen Sahnetag, konnte zunächst alle Abschlüsse vereiteln. Zumindest bis zur 36. Spielminute: Denn da konnte Sarah Schmidt nach einer Ecke unbedrängt einköpfen. Jedoch erholte sich die FSG nach dem Rückstand schnell. Noch vor der Pause egalisierte Maria Mardar die Heiligenfelder Führung (40.).

Aus dem Chancenübergewicht konnten die Gäste dann aber im zweiten Abschnitt Kapital schlagen. „Die Kräfte haben beim Gegner spürbar nachgelassen“, berichtete Trainer Frank Janshen. „Und wir haben unsere Chancen dann auch besser genutzt.“ So zum Beispiel Lina Beuke, die nach Vorlage von Tanita Häfker zum 1:2 vollstreckte (55.). Das 1:3 folgte nur wenig später, als Marielle Kruse nach einem Eckball den Abstauber verwertete (63.). Der Willen des Kontrahenten war gebrochen. Deswegen war es nun ein leichtes Spiel für den SV Heiligenfelde, noch weitere Tore zu erzielen. Die eingewechselten Finja Eckebrecht (83.) und Michelle Itjen (90.+2) sorgten für den Endstand. „Wir wollen auf alle Fälle oben mitspielen“, so das Ziel von Trainer Janshen. „Bislang ziehen die Mädels sehr ordentlich mit.“

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