Fußball

Howard Barbosa Ferreira ist ein ständiger Unruheherd

Howard Barbosa Ferreira kam vom TuS Komet Arsten zur TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und überzeugte in den ersten Spielen umgehend.
27.11.2020, 17:18
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Howard Barbosa Ferreira ist ein ständiger Unruheherd
Von Jannis Klimburg

Es war klar, dass die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst nach dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga den Kader nochmals verstärken würde. Und die beiden Baumeister, Trainer Iman Bi-Ria und der Sportliche Leiter André Schmitz, haben bei der Zusammenstellung ihren Aufgebots anscheinend einiges richtig gemacht. Denn nach neun Spieltagen steht der Liga-Neuling an der Spitze der Tabelle. Die zahlreichen Neuzugänge haben sich auf Anhieb eingelebt und somit die Rot-Schwarzen gehörig verstärkt.

Wie zum Beispiel Howard Barbosa Ferreira, der vom TuS Komet Arsten, seines Zeichens Aufsteiger in die Bremen-Liga, zur TSG wechselte. Der Stürmer stellte von Beginn an sein Können unter Beweis und ließ keine Zweifel aufkommen, dass er eine immense Verstärkung für den Liga-Neuling darstellen würde. In der ersten Begegnung beim deutlichen 4:0-Heimerfolg gegen den SV Heiligenfelde war er zwar noch nicht unter den Torschützen zu finden, doch bereits im zweiten Match blühte der Neuzugang auf. Beim 3:0 gegen den TV Stuhr schnürte der Brasilianer einen Doppelpack, im darauffolgenden Duell beim TSV Okel (3:0) erzielte er einen weiteren Treffer. Ein Einstand nach Maß, wie auch Bi-Ria findet: „Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist vorne immer brandgefährlich und sich für keinen Weg zu schade. Ein wahrer Knipser, der nicht viele Chancen benötigt, um einen Treffer zu erzielen. Vor dem Tor total kaltschnäuzig.“

Drei weitere Partien absolvierte Ferreira noch bis zur aktuellen Corona-Pause und legte noch zwei Treffer nach. Seine Bilanz: sechs Spiele, fünf Tore. Die restlichen Duelle verpasste der Angreifer aufgrund einer Sperre und Rückenproblemen. „Sonst hätte er noch einige Treffer mehr auf seinem Konto, davon bin ich überzeugt“, betont Bi-Ria, der aber gleichzeitig fordert: „Aufgrund seiner Verletzung muss er in der Winterpause konditionell noch ein bisschen nachlegen. Aber das müssen auch noch einige andere Spieler aus dem Kader.“ Das weiß der 29-jährige Ferreira selbst. „Die Rückenbeschwerden sind zwar schon besser geworden, aber sie sind noch da. Trotzdem ziehe ich den Laufplan von Iman durch und versuche, mich mittels Stabilisationsübungen fit zu halten“, unterstreicht er.

Im Sturm spielt Ferreira oftmals mit Marcel Dörgeloh zusammen, einer der weiteren Neuzugänge (siehe Artikel unten). Doch die beiden waren sich bereits bei ihrem Wechsel nicht fremd, schon in der Jugend hatten sie gemeinsam in Brinkum gespielt. „Wir haben uns auf Anhieb wieder verstanden, es hat direkt harmoniert zwischen uns“, bekräftigt Ferreira. „Er kennt mich schon sehr lange und somit meine Laufwege ganz gut. Deswegen haben wir uns gegenseitig auch schon einige Tore aufgelegt.“ Sowieso fühlt sich der Brasilianer bei seinem neuen Klub sehr wohl: „Ich bin total begeistert, ich wurde von Tag eins an hier sehr gut aufgenommen. So einen Zusammenhalt in einem Verein habe ich noch nie erlebt, das ist schon etwas ganz Besonderes bei der TSG.“ Im Vergleich zu seinem Ex-Verein TuS Komet Arsten sagt er: „Fußballerisch bewegt sich das auf einem ähnlichen Niveau. Ich würde sagen, dass die individuelle Qualität in Arsten noch etwas höher war.“

Dennoch präsentierte sich die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst bislang in bestechender Form und steht etwas überraschend auf dem ersten Tabellenplatz. „Ich hatte zwar schon damit gerechnet, dass wir oben mitspielen würden. Aber dass wir dann sogar ganz oben stehen, das ist für mich doch etwas verwunderlich. Auch wenn wir von der Qualität des Kaders her schon zu den besten Mannschaften gehören. Und der Trainer genießt einen großen Anteil daran. Das Training macht sehr viel Spaß und er tut für uns auch außerhalb des Platzes sehr viel“, betont der 29-Jährige. Mit seiner persönlichen Bilanz von fünf Tore in sechs Begegnungen ist Howard Barbosa Ferreira allerdings nicht ganz zufrieden. „Es hätten auch mehr Treffer sein können“, meint er. „Aber meine Rückenbeschwerden waren mir eben auch leider im Weg. Bei meinem Comeback gegen Stuhr hatte ich zum Beispiel noch leichte Schmerzen.“ Wann die Saison fortgesetzt wird, steht bekanntlich noch in den Sternen. Allerdings unterstreicht der Brasilianer jetzt schon: „An erster Stelle steht natürlich, dass wir die Aufstiegsrunde erreichen. Und dann möchte ich noch so viele Tore erzielen wie nur möglich.“ Dass das funktionieren könnte, hat der 29-Jährige in den ersten Begegnungen bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+