Fußball

Kreisfußballverbände Osterholz und Verden kooperieren beim Nachwuchs

Die Kreisfußballverbände Osterholz und Verden machen nicht mehr nur im Frauenbereich gemeinsame Sache. Auch im Jugendbereich arbeiten sie künftig zusammen.
24.06.2020, 12:31
Lesedauer: 3 Min
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Von Reiner Tienken
Kreisfußballverbände Osterholz und Verden kooperieren beim Nachwuchs

Die Frauen des TSV Fischerhude-Quelkhorn spielten zwei Jahre in der Kreisliga Osterholz/Verden, bis sie im Jahr 2018 in die Bezirksliga aufstiegen.

Björn Hake

Die Kreisfußballverbände Osterholz und Verden haben ihre Zusammenarbeit ausgedehnt. Nach dem Frauenbereich wird auch im Jugendbereich gemeinsame Sache gemacht. Ziel der Kooperation ist es, den Nachwuchskickern vorrangig in den älteren Jahrgangsstufen einen interessanten und abwechslungsreichen Spielbetrieb anzubieten.

Kreisjugendobmann Gerd Rasche (SV Hönisch) steht dem Agreement mit dem Nachbarkreis Osterholz positiv gegenüber. „Wir haben einen Weg gefunden, wie wir gut miteinander klar kommen“, verweist der Vorsitzende des Verdener Kreisjugendausschusses auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Kreisjugendobmann Helmut Schneeloch (Osterholz). Wie in vielen Kreisen, so plagten auch Osterholz und Verden speziell im Bereich der B- und A-Junioren (U16 bis U19) leichte Sorgen, eine Staffel mit zweistelligen Mannschaftszahlen auf die Beine zu stellen. Um dem Abhilfe zu schaffen und die Jugendlichen als Fußballer nicht vorzeitig zu verlieren, wurde eine Osterholz/Verden-Kooperation bei den Jungen eingegangen. Die Frauen aus Osterholz und Verden haben mit der Kreisliga und der Kreisklasse bereits seit mehreren Jahren einen gemeinsamen Spielbetrieb.

Die Kreisjugendausschüsse tauschten sich auf gemeinsamen Tagungen in der Vergangenheit mit den Vereinen aus, um ein Feedback von den Klubs zu erhalten. „Man kommt ins Gespräch. Es wird lockerer“, hält Gerd Rasche viel von den Sitzungen mit den Vereinsvertretern. Verdens Kreisjugendobmann (KJO) vertritt eine hohe Meinung vom KJO aus Osterholz. „Helmut Schneeloch ist ein absoluter Fachmann. In der Teamarbeit ist er kooperativ, wenn es um die Sache geht“, pflichtet Gerd Rasche bei. Lob hat Gerd Rasche auch für die Repräsentanten der Spielklassen parat. „Die Staffelleiter arbeiten wunderbar mit“, betont der Vorsitzende des Verdener Kreisjugendausschusses. Zur Frühjahrsserie 2020 kam mit dem Heidekreis bei den A-Junioren sogar ein weiterer Kreis hinzu. Der Heidekreis stellte bereits kurz vor der Herbstserie 2019 eine Anfrage zwecks Aufnahme. Die kam etwas zu spät. Zur Frühjahrsserie 2020 wurden zusätzlich vier U19-Mannschaften aus dem Heidekreis mit in den Spielbetrieb der Kreise Osterholz und Verden integriert. „Das ist eine einmalige Geschichte“, lässt Gerd Rasche durchblicken.

Die Kooperation der Kreise Osterholz und Verden rief bei den Vereinen unterschiedliche Reaktionen hervor. „Wir begrüßen es mit dem Kreis Osterholz. Man sieht andere Spielstätten. Die neuen Anlagen und neuen Mannschaften überwiegen den Mehraufwand“, bemerkte Trainer Olaf Bertram (JFV Aller-Weser U18). Gerade bei den A-Junioren sei es wichtig, einen spannenden Spielbetrieb anzubieten, weil der eine oder andere Jugendliche schon mit dem Herrenbereich spekuliere. Der FSV Langwedel-Völkersen gewinnt dem gemeinsamen Spielbetrieb mit dem NFV Kreis Osterholz auch eine positive Seite ab. „Die Zusammenarbeit kommt bei uns relativ gut an. So kommt mehr Abwechslung in den Spielbetrieb und die Spieler müssen nicht immer gegen dieselben Teams antreten“, teilte Sören Knop mit. Der FSV-Jugendleiter hält dem aber auch die weiteren Touren zu den Auswärtsspielen entgegen. „Hambergen und Co. ist jetzt auch mal ein kleiner Ritt“, so Sören Knop.

Etwas kritischer mit der Kooperation der beiden Kreise geht da der TSV Posthausen um. „Bei uns im Verein geht es nicht um Leistung. Dafür ist der Verein nicht ausgelegt. Es geht um Spaß, und Spaß macht es den Kindern nicht, so lange zu fahren“, äußerte sich Jugendleiter Volker Dickhut. Die Entfernung ist schon ein Thema beim TSV Posthausen – dies auch vor dem Hintergrund, immer genügend Eltern für den Fahrdienst zu den Auswärtsspielen zu finden. Die weiteren Touren sind auch den Kreisjugendausschüssen bewusst. Die Funktionäre trugen jedoch mit ihrer Entscheidung für die Zusammenarbeit dem Meinungsbild der Vereine Rechnung. Die deutliche Mehrheit votierte auf einer Sitzung für eine Kooperation der beiden Kreise im Nachwuchsbereich.

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