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Marcel Dörgeloh präsentiert sich auf Anhieb in prächtiger Form

Marcel Dörgeloh zeigt prächtige Leistungen nach seiner Rückkehr zur TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.
27.11.2020, 17:59
Lesedauer: 2 Min
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Marcel Dörgeloh präsentiert sich auf Anhieb in prächtiger Form
Von Jannis Klimburg

Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Denn die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst und Marcel Dörgeloh kannten sich bereits. Der Routinier trug nach seiner Zeit bei den Junioren das rot-schwarze Trikot bis 2013. Nun ist der verlorene Sohn zu Beginn der Saison zum Bezirksliga-Aufsteiger zurückgekehrt, und die Verantwortlichen der TSG sollten nicht enttäuscht werden. Dörgeloh schlug sofort ein, wirbelte zusammen mit seinem Kumpel Howard Barbosa Ferreira die gegnerischen Defensivreihen gewaltig durcheinander.

Dabei wurde Dörgeloh erst viel defensiver eingesetzt, wie Trainer Iman Bi-Ria berichtet: „Wir haben in den ersten Testspielen einige Systeme ausprobiert und da habe ich Celly (Spitzname von Marcel Dörgeloh, Anm. d. Red.) auch mal auf die Sechs gestellt. Aber da konnte er seine Stärken nicht ganz ausspielen.“ In den nächsten Begegnungen fand sich der Neuzugang aus Brinkum weiter offensiv wieder. „Er hat mal als alleinige Spitze agiert, mal als hängende Spitze, aber eben auch mal als Zehner. Celly ist vor allem gefährlich, wenn er gezielt seine Pässe in die Tiefe spielen kann“, lobt Bi-Ria seine Verpflichtung. Dörgeloh selbst fühlt sich am wohlsten, wenn er nicht ganz vorne im Sturm spielen muss, sondern etwas dahinter fungieren kann. „Da nehme ich mehr am Spiel teil und kann meine Steckpässe spielen“, meint der 30-Jährige.

Das ist ihm bislang in den neun Spielen auch sehr gut gelungen. In seinen acht Einsätzen markierte Dörgeloh drei Tore und bereitete etliche vor. „Wie viele es dann schließlich waren, weiß ich ehrlich gesagt nicht“, so Bi-Ria. „Aber es dürften einige gewesen sein. Mit seiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Er bindet immer mehrere Spieler, ist dadurch enorm präsent und zieht die anderen Akteure mit. Darüber hinaus ist er auch immer sehr torgefährlich.“

Der Offensivspieler fand sich auf Anhieb bei der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst zurecht – in der Mannschaft genauso wie in der neuen Liga. „In der Bezirksliga herrscht ein ordentliches Niveau, ist aber dann doch ein bisschen anders als in der Bremen-Liga“, betont Dörgeloh und geht ins Detail: „In der Bremen-Liga läuft der Ball etwas schneller, ist alles noch ein bisschen mehr auf Technik ausgelegt.“ Wenn die Saison denn fortgesetzt wird, will der 30-Jährige seine prächtige Form bestätigen, „weiter Tore vorlegen und auch selber einige erzielen.“

Das dürfte wohl auch das Ziel von Nico Kiesewetter sein, der zu Beginn der Saison vom TSV Etelsen zu den Rot-Schwarzen kam und sich nun in einer neuen Position wiederfindet. In der jüngeren Vergangenheit agierte er als meistens als Stürmer, wurde von Trainer Iman Bi-Ria aber zum Sechser vor der Viererkette umfunktioniert. „Und das ist gelungen. Nico ist eine absolute Bereicherung und Verstärkung für unsere Mannschaft“, schwärmt der TSG-Coach in den höchsten Tönen.

Allerdings hatte die Neuverpflichtung immer wieder mit leichten Rückenproblemen zu kämpfen, weshalb er nur fünf Einsätze zu verzeichnen hat. Eine Tor sprang dabei heraus. „Wenn wir ihn weiter vorne eingesetzt hätten, hätte er auch mehr Treffer erzielt“, ist sich Bi-Ria sicher.

Doch Kiesewetter hat sich immer wieder aufs Neue herangekämpft und sich in die für ihn ungewohnte Position „reingearbeitet“, wie der Übungsleiter der Rot-Schwarzen berichtet. „Er hat auch einen großen Anteil daran, dass wir jetzt ganz oben in der Tabelle stehen. Nico hat uns die nötige Stabilität gegeben. Jetzt soll er die Zeit dazu nutzen, um richtig zu regenerieren, damit er komplett fit ist, wenn es wieder losgeht.“

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