Fußball

Finn Wiechmann wird zum Weyher Helden

0:2 und 1:3 liegt der SC Weyhe gegen die BTS Neustadt zurück - und rettet sich dank eines Treffers in der Nachspielzeit ins Elfmeterschießen. Dort avanciert der Keeper zum Matchwinner.
01.09.2020, 22:07
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Weyhe. Der SC Weyhe hat im Lotto-Pokal eine dicke Überraschung geschafft und den Fußball-Bremen-Ligisten BTS Neustadt aus dem Wettbewerb geworfen. Mit einer grandiosen kämpferischen Leistung und dank eines späten Tores von Sören Peters verdiente sich der SCW trotz eines 0:2- und eines 1:3-Rückstandes zunächst das Elfmeterschießen. Dort wurde Keeper Finn Luca Wiechmann mit vier Paraden zum Helden des Abends: Dank des 7:6-Erfolges steht Weyhe in Runde zwei.

Von Beginn an entwickelte sich ein chancenreiches Spiel – mit dem durchaus überraschenden Plus an Gelegenheiten für den SCW, der die Neustädter mit Ex-SCW-Angreifer Gordy Mumpese in der Startformation immer wieder vor Probleme stellte. Über Dennis Rohmeyer, Dennis Lampe und Tayfun Cavus entwickelten die Gastgeber Gefahr, Jesse Wieczorek suchte immer wieder mit Wucht und Tempo aus dem Mittelfeldzentrum die Wege in die Tiefe.

Die BTS war um Spielkontrolle bemüht, verteidigte aber einige Male nachlässig. Cavus (7.), Florian Richter (8.) und Joel Braune (10.) hatten die Führung für Weyhe auf dem Fuß. Dieser Chancenwucher rächte sich prompt, als Torben Bothe zum 0:1 traf (13.). Als Mohammed Agoro prompt nachlegte, schienen die Weyher Hoffnungen auf die zweite Pokalrunde bereits zu schwinden (14.).

Doch die Gastgeber meldeten sich durch Lampe schnell zurück (17.) und drängten danach auf den Ausgleich: Zweimal scheiterte Rohmeyer an Oumar von Asseburg (22.). Es war ein unterhaltsames Pokalspiel, in dem Neustadt den nächsten Treffer landete: Till Naumann war nach einer Bothe-Flanke sträflich frei – das 1:3 (38.).

Das war allerdings mitnichten ein Wirkungstreffer. Lampe machte das Spiel mit seinem zweiten Tor endgültig zum Krimi (63.). Beide Teams kämpften verbissen, Weyhe spielte mit viel Herz und pushte sich immer wieder nach vorn, während Neustadt die Entscheidung suchte. Mumpese forderte zweimal vergeblich Elfmeter, auf der anderen Seite wurde Cavus’ Abschluss geblockt. In der Nachspielzeit belohnte Peters die unermüdlichen Weyher mit dem Ausgleich.

Beide Teams trieben die Spannung auf die Spitze – auch im Elfmeterschießen. Sechs der ersten zehn Elfmeter vergaben die Schützen, jeweils drei auf jeder Seite scheiterten. Die Nerven flatterten, nur bei den beiden Torhütern nicht. Zum Helden konnte jedoch nur einer werden – und das war Finn Luca Wiechmann. Gegen Rigo Ehresmann gelang ihm die entscheidende Parade zum Weyher Sieg.

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