Fußball-Bezirksliga

Hülsen schlägt den Aufsteiger

Nach dem Abpfiff war bei Jan Twietmeyer, Trainer des SV Vorwärts Hülsen, die Freude groß. Sein Team besiegte den TSV Fischerhude-Quelkhorn mit 2:1 und ist somit weiter ungeschlagen.
27.09.2020, 18:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Dennis Glock

Nach dem Abpfiff war der Jubel bei Jan Twietmeyer, Trainer des SV Vorwärts Hülsen, groß. Sichtlich stolz klatschte der Coach seine Spieler ab, die auch im vierten Spieltag der Fußball-Bezirksliga ungeschlagen geblieben sind. Im Auswärtsspiel gegen den TSV Fischerhude-Quelkhorn reichte der SVV-Elf ein knapper 2:1 (2:0)-Sieg für die erhofften drei Punkte. Bei Fischerhude herrschte nach einer mutigen Vorstellung ohne jegliche Belohnung die Enttäuschung.

Dabei erwischten die Hausherren einen guten Start und kamen durch präzise Pässe in den gegnerischen Strafraum immer wieder zu nennenswerten Chancen. Das TSV-Trainerduo Yannik Becker/Matthias Warnke nahm dies wohlwollend zur Kenntnis und versuchte über mehrfache Rufe und Pfiffe sein Team von der Seitenlinie aus weiter zu pushen.

In der 17. Spielminute hatten die Gastgeber die Führung auf dem Fuß. Nach einem gefährlich getretenen Freistoß von Niclas Masuch landete der Ball plötzlich bei Elvedin Bibic, der allerdings an SVV-Torhüter Andre Mielmann scheiterte. Auch die anschließende Ecke brachte Niclas Masuch mit viel Wucht in den Sechzehner, doch erneut war Keeper Mielmann zur Stelle.

Doppelschlag vor der Pause

Im weiteren Spielverlauf sahen die rund 200 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Zwar kam von den Gästen nun mehr, doch zu einer ernst zu nehmenden Chance reichte es trotzdem nicht. Alles deutete zu diesem Zeitpunkt darauf hin, dass sich beide Teams torlos in die Halbzeitpause verabschieden würden. Hülsens Tjare Müller (40.) hatte aber etwas dagegen und nagelte das Leder aus gut 20 Meter ins linke untere Eck. Der TSV war nach diesem Gegentor sichtlich geschockt und erlaubte sich immer wieder kleinere Unkonzentriertheiten, die zu Fehlpässen führten. Hülsen nutzte dies aus und baute nur drei Minuten nach dem Tor die Führung durch Sebastian Koltonowski aus. Somit ging der SV Vorwärts Hülsen mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause. „Das war schon sehr bitter. Wir haben sehr viel investiert und bekommen vor der Pause mit den Gegentoren einen bitteren Nackenschlag verpasst. Danach mussten wir uns natürlich erstmal sammeln. Dennoch haben wir dem Team in der Kabine auf den Weg gegeben, weiter so mutig zu agieren“, sagte Fischerhudes Trainer Yannik Becker.

Mit der Einwechslung von Abwehrspieler Jascha Weber erhoffte sich der TSV im weiteren Spielverlauf ein wenig mehr Stabilität im Defensivverbund. In der 57. Spielminute war der 20-Jährige auch direkt im Fokus und sorgte mit der Flanke auf Kai Gätjen für die meistdiskutierte Szene des Spiels: Gätjen köpfte den Ball nämlich mit Wucht auf das Hülsener Tor. Zwar parierte Torhüter Andre Mielmann in letzter Sekunde, doch neben der gesamten Fischerhuder Mannschaft haben auch viele Zuschauer den Ball deutlich hinter der Linie gesehen. Schiedsrichter Marvin Hauschild verneinte dies aber und lies weiterspielen. „Meiner Meinung nach war der Schiedsrichter da nicht ganz auf der Höhe. Natürlich alles in allem sehr bitter für uns“, sagte Coach Becker sichtlich fassungslos.

Anschlusstreffer reichte nicht

Von dem nicht gegebenen Tor ließen sich die Gastgeber aber nicht unterkriegen und machten in der Schlussphase noch mal Dampf. Dies wurde durch den Anschlusstreffer von Elvedin Bibic (75.) belohnt. Trotz weiterer Chancen blieb dem Aufsteiger der Treffer zum Ausgleich aber verwehrt. Somit kassierte Fischerhude die zweite Saisonniederlage. Hülsen kletterte in der Tabelle hingegen weiter nach oben und befindet sich mit acht Punkten auf dem dritten Platz der Staffel 2. „Es war insgesamt ein sehr zähes Spiel. Dennoch bin ich stolz, dass wir die Punkte einfahren konnten und unsere Leistung aus den letzten Wochen bestätigt haben“, sagte Twietmeyer.

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