Fußball-Bezirksliga

Wiedersehen im Topspiel

Dariusz Sztorc empfängt mit dem TV Sottrum seinen ehemaligen Verein FSV Langwedel-Völkersen. Das Duell ist ein echtes Topspiel, in dem der Spitzenreiter auf den Tabellenfünften trifft.
01.10.2020, 18:14
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Wiedersehen im Topspiel
Von Maurice Reding
Wiedersehen im Topspiel

Dariusz Sztorc coachte eine Saison lang den FSV Langwedel-Völkersen. Mittlerweile steht er aber beim TV Sottrum an der Seitenlinie, mit dem er seinen Ex-Klub zum Spitzenduell empfängt.

Güngör

Dariusz Sztorc musste lange warten. Sehr lange sogar. Ende Januar übernahm der 50-Jährige das Amt des Trainers beim Fußball-Bezirksligisten TV Sottrum. Sztorc folgte auf Daniel Mathies, der nach Unstimmigkeiten mit der Mannschaft seinen Hut nehmen musste. Bis der neue Sottrumer Coach in einem Spiel an der Seitenlinie stehen durfte, dauerte es aber. Stichwort: Corona. Am 13. September war es dann so weit: Gegen den 1. FC Rot-Weiß Achim coachte Sztorc sein Team das erste Mal in der Bezirksliga. Der Auftakt verlief furios. Die Sottrumer schossen die Achimer mit 7:2 aus dem Stadion. Es folgten zwei weitere Siege gegen Ippensen (4:0) und Thedinghausen (3:0) und der Sprung an die Tabellenspitze.

Ein Auftakt nach Maß also. Nun wartet auf die Sottrumer die bisher schwerste Aufgabe: Gegner am Sonntag (Anpfiff um 15 Uhr) ist der Tabellenfünfte FSV Langwedel-Völkersen. Bei jenem Verein war Sztorc in der Saison 2017/2018 Trainer, wurde in der Vorbereitung auf die darauf folgende Saison jedoch entlassen. Der Tatsache, dass er mit seinem neuen Klub seinen Ex-Verein empfängt, will Sztorc nicht viel Bedeutung beimessen. „Es ist ein Spiel wie gegen jede andere Mannschaft auch. Ich lasse mich auf keine Emotionen ein“, sagt der Coach.

Stattdessen fokussiert sich Sztorc auf seine eigene Mannschaft, die er ausdrücklich lobt: „Wir sind gut drauf und strotzen vor Selbstvertrauen. Das kann ein schönes Bezirksliga-Spiel werden.“ Der Sottrumer Trainer erwartet einen „guten Gegner. Wir bereiten uns aber so vor, dass wir den nächsten Dreier einfahren.“ Dass das kein leichtes Unterfangen wird, ist Sztorc bewusst. „Ich erwarte einen guten Gegner. Wir haben jedoch keinen Druck“, sieht sich der TVS-Coach nicht zum Siegen verdammt.

Dass es mit dem TV Sottrum direkt so gut läuft, hat Sztorc wohlwollend registriert. „Ich freue mich, dass es gleich so fruchtet. Wir haben uns direkt gefunden“, sagt er. Dass diese Zusammenarbeit so gut funktioniert, hängt auch mit seinen Spielern zusammen. Sztorc: „Ich bin sehr zufrieden wie die Jungs im Training arbeiten. Sie haben sich mit den drei Siegen dafür belohnt.“ Personell muss der TVS-Coach lediglich auf den langzeitverletzten Patrick Brillowski verzichten. „Es wird deshalb Härtefälle geben“, kündigt Sztorc an.

Fast aus dem Vollen schöpfen kann auch der FSV Langwedel-Völkersen. Trainer Emrah Tavan muss lediglich auf Niclas Tiedemann verzichten, der eine Außenbandverletzung hat. Der Coach erwartet nichts anderes als einen Sieg. „Das ist ein Spiel, in dem wir einen Dreier einfahren wollen. Wir haben die Qualität, die Partie für uns zu entscheiden“, gibt Tavan die Marschroute vor. Dass die Sottrumer noch keinen Punkt abgegeben haben, nötigt dem Coach Respekt ab. Dennoch sieht er seine Mannschaft gerüstet. „Wir haben gut trainiert und haben wie Sottrum noch kein Spiel verloren. Wir wollen ihnen die erste Pleite zufügen“, sagt Tavan.

SPORT // Fußball Bezirksliga Langwedel - Riede

Personell kann Emrah Tavan fast aus dem Vollen schöpfen.

Foto: Björn Hake

Dieses Vorhaben ist jedoch nur möglich, wenn die Langwedeler eine geschlossene Mannschaftsleistung bringen. Das weiß auch Emrah Tavan. „Wir müssen unser Fußballspiel aufziehen. Dann können wir jeden Gegner schlagen. Wenn wir weniger als 100 Prozent geben, gewinnen wir nicht“, fordert der Trainer vollen Einsatz. Nach zwei Remis soll der zweite Sieg her, mit dem der FSV Langwedel-Völkersen bis auf einen Punkt an den TV Sottrum heranrücken würde. Die Sottrumer hingegen können selbst bei einer Niederlage nicht von der Tabellenspitze gestoßen werden, da der TSV Bassen und der TSV Achim auf den Plätzen zwei und drei spielfrei haben. Für Dariusz Sztorc ist die Tabellenführung nach drei absolvierten Partien aber ohnehin nur eine Momentaufnahme. Gegen einen Sieg gegen seinen ehemaligen Verein hätte der Sottrumer Coach aber sicherlich auch nichts einzuwenden.

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