Fußball

Erst Torschütze, dann Torwart

Berkay Yilmaz hält Sieg der BSV-B-Junioren beim FC Union 60 nach Platzverweis für Eric Walter fest
09.09.2020, 15:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Erst Torschütze, dann Torwart

Yilmaz Berkay (am Ball, hier in der Vorsaison gegen Werder) brachte den BSV früh in Führung. Später ging er für den vom Platz gestellten Eric Walter ins Tor.

Christian Kosak

Bremen-Nord. Die Fußball-B-Junioren des Blumenthaler SV mussten nach ihrem 3:2-Sieg beim FC Union 60 in der Verbandsliga um ihre Gesundheit fürchten. „Kurz vor dem Parkplatz haben uns 20 Halbstarke aufgelauert, uns geschubst und aufs Übelste beleidigt“, ließ Blumenthals Trainer Peter Moussalli wissen. Sehr viel ruhiger und gesitteter lief es dagegen beim 2:0-Erfolg des JFV Bremen II über den nur mit zehn Spielern angetreten FC Oberneuland ab.

FC Union 60 – Blumenthaler SV 2:3 (1:2): Yilmaz Berkay und Jonas Paeslack sorgten mit ihren Toren zunächst für einen beruhigenden 2:0-Vorsprung der Blau-Roten. „Wir waren klar die bessere Mannschaft, haben den Sack aber nach dem 2:0 nicht zugemacht“, teilte Peter Moussalli mit. Sein Team habe gleich mehrfach die Chance gehabt, einen dritten Treffer zu erzielen. Das nächste Tor fiel jedoch auf der Gegenseite. Dabei bekamen die Gastgeber zunächst einmal einen Eckball zugesprochen. „Meine Spieler haben nur lamentiert, weil es kein Eckball war“, berichtete Moussalli. Tom Hentschel war dies egal. Er spielte von der Eckfahne aus gleich vier Gegenspieler aus und verkürzte in der 38. Minute auf 1:2.

Nach dem Seitenwechsel glich Yasin Alt schließlich sogar zum 2:2 aus. Nach einem Freistoß von Dennis Brendow brachte Jonas Paeslack seine Farben aber mit dem Kopf erneut in Führung (65.). Fünf Minuten hiernach kam BSV-Torhüter Eric Walter beim Rauslaufen zu spät und holte seinen Gegenspieler unsanft von den Beinen. Die Folge war eine Rote Karte. „Die kann man geben“, räumte Peter Moussalli ein. Weil sein Sohn Emilio bei der C-Junioren aushalf und nicht als Ersatzkeeper zur Verfügung stand, beorderte der Coach seinen Offensivmann Yilmaz Berkay zwischen die Pfosten. „Yilmaz hat auch ein, zwei Mal in höchster Not gerettet“, stellte Moussalli fest. Weil der Gast, der auf ein 4:4:1-System umstellte, ein paar hochkarätige Konterchancen nicht zu nutzen vermochte, mussten die Blumenthaler bis zum Schluss um den Sieg zittern. „Das Spiel hätte sicherlich auch kippen können“, sagte Peter Moussalli.

JFV Bremen II – FC Oberneuland 2:0 (1:0): Die zehn FCO-Spieler agierten sehr körperbetont. „Das hat uns nicht so behagt“, sagte JFV-Coach Sven Wolfram. Seine Spieler aus dem Geburtsjahrgang 2005 seien ihren Gegenspielern auch körperlich unterlegen gewesen. „Wir haben uns deshalb lange Zeit schwer gegen die starke FCO-Abwehr getan“, so Wolfram, der zudem kritisierte, dass die Halbräume nicht gut bespielt worden und die Pässe in die Tiefe nicht angekommen seien. Erst Sekunden vor dem Pausenpfiff knackten die Gastgeber erstmals das Abwehrbollwerk des Kontrahenten. Miran Abdi köpfte die Kugel nach einer schönen Hereingabe von rechts zum 1:0 an Oberneulands Schlussmann Quintin Eilert vorbei. „Wir waren aber systemtechnisch auch aus dem Grunde ein wenig gehemmt, weil uns zwei Leistungsträger verlassen haben“, erklärte Sven Wolfram.

So blieb es auch im zweiten Durchgang eine zähe Angelegenheit. Doch nach einer Stunde führte Timo Baumann die Vorentscheidung zum 2:0 herbei. Semil Saliu bediente den Torschützen dabei mit einem gekonnten Rückpass von der Grundlinie. Baumann stand goldrichtig am ersten Pfosten und leitete den Ball ins lange Eck weiter.

„Insgesamt war ich mit der Leistung im ersten Spiel nach der langen Corona-Pause zufrieden, zumal Oberneuland zuvor seinen Regionalliga-Anspruch öffentlich gemacht hatte“, bilanzierte Sven Wolfram.

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