Afrika-Cup

Afrikas Fußballfans entsetzt - Kritik an Verband

Nairobi. Mit Entsetzen haben afrikanische Fußballfans auf die Nachricht vom Anschlag einer angolanischen Separatistengruppe auf den Bus der togolesischen Fußball-Nationalmannschaft reagiert.
09.01.2010, 14:53
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Nairobi. Mit Entsetzen haben afrikanische Fußballfans auf die Nachricht vom Anschlag einer angolanischen Separatistengruppe auf den Bus der togolesischen Fußball-Nationalmannschaft reagiert.

Viele kritisierten in Diskussionsbeiträgen in Blogs und Internetforen die Entscheidung des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF), am 10. Januar wie geplant den Afrika Cup zu starten.

«Oh Afrika, was für eine Schande. Ich finde, das Turnier hätte ausgesetzt werden müssen», schrieb ein ghanaischer Fan bei «ghanasoccernet». «Das ist ein trauriger Tag für Afrika. Das Turnier muss woanders abgehalten werden», stimmte ein «stolzer Ghanaer» zu. «Warum schießen die Rebellen auf Fußballer? Das sind doch Sportler, keine Politiker!», klagte ein Fan. Ein anderer verteidigte die CAF- Entscheidung, trotz der Bluttat am Turnier festzuhalten. «Andernfalls hätten die Terroristen gewonnen. Aber die Spiele müssen aus Cabinda verlegt werden!»

Wie viele hatte ein Fan wenig Verständnis dafür, dass unter anderem die für den 11. Januar geplante Begegnung Togos und Ghanas in Cabinda, einer noch immer unruhigen Provinz, geplant wurde. «Wenn die Offiziellen noch ein Gefühl für Scham in ihren Köpfen haben, legen sie ihre Posten nieder. Warum Cabimda?», fragte er und fürchtete mit Blick auf die Fußball-WM: «Das wird sicher auch das Bild Südafrikas beeinflussen. Sie haben soviel getan, um die Skeptiker zu überzeugen - und nun das!» (dpa)

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