Kommentar über die DFB-Elf

An die Arbeit

Die WM-Auftaktschlappe der DFB-Elf hat gezeigt: Von dem, was die Mannschaft 2014 zum Titel geführt hat, ist wenig geblieben. Der wankende Fußball-Riese wird Glück brauchen, glaubt Oliver Matiszick.
17.06.2018, 22:44
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
An die Arbeit
Von Oliver Matiszick

Erinnert sich jemand an „Die Mannschaft“, jene filmische Dokumentation, die den betörenden WM-Sieg der DFB-Elf von 2014 in Bilder goss? Zur Anfangssequenz gehörte das Leitmotiv, das Bundestrainer Joachim Löw seinen Spielern eingeimpft hatte: „Ein guter Anfang braucht Begeisterung, ein gutes Ende Disziplin.“ Es hatte funktioniert.

Und nun, 2018 beim WM-Auftakt als Titelverteidiger? Null Begeisterung, keine Disziplin. Dieser Fußball-Riese, Platz eins der Fifa-Weltrangliste, steckt offenbar in noch ernsthafteren Schwierigkeiten, als es Erdogan-Affäre und Rumpelergebnisse in den WM-Tests befürchten ließen. Weil sich in Moskau zeigte, was Riesen eben auch sein können: behäbig und aller Stärke zum Trotz verwundbar.

Lesen Sie auch

Und dieses 0:1 gegen Mexiko könnte tiefe Wunden geschlagen haben. Abwehrchef Mats Hummels bekrittelte, das – übrigens riesentypische – Missverhältnis von offensiver Wucht und defensiver Stabilität. Erste Verwerfungslinien – und keine guten Aussichten für das weitere Turnier.

Diese DFB-Elf und ihr Trainer, sie brauchen nun sehr viel von allem: Begeisterung, Disziplin und, ja, auch Glück. Aber Letzteres soll man sich ja erarbeiten können. Dann mal los.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+