Bundesliga Aogo will langfristig bleiben - Aus für HSV-Duo

Nationalspieler Dennis Aogo soll laut italienischen Medienberichten bei Juventus Turin auf der Wunschliste ganz oben stehen. Der HSV hat aber noch kein Angebot von den Italienern vorliegen und will Aogo auch nicht verkaufen. Geplant ist vielmehr ein Vertragsverlängerung.
03.08.2010, 17:50
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Nationalspieler Dennis Aogo soll laut italienischen Medienberichten bei Juventus Turin auf der Wunschliste ganz oben stehen. Der HSV hat aber noch kein Angebot von den Italienern vorliegen und will Aogo auch nicht verkaufen. Geplant ist vielmehr ein Vertragsverlängerung.

Hamburg (dpa) - Der von Juventus Turin umworbene Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo will dem Buhlen der «alten Dame» nicht nachgeben und lieber seinem HSV die Treue halten.

«Ich habe immer gesagt, dass der HSV für mich ein besonderer Verein ist - und dazu bekenne ich mich weiterhin. Mein Wunsch ist es, langfristig in Hamburg zu bleiben und mitzuhelfen, dass der Verein sein großes Potenzial ausschöpft», sagte Aogo. Der Linksverteidiger, der wie vier weitere WM-Teilnehmer am 2. August aus dem Urlaub zurückgekehrt war, will alsbald mit der Clubführung über die vorzeitige Verlängerung seines bis 2012 laufenden Vertrages um drei weitere Jahre verhandeln.

«Ich gehe davon aus, dass die Gespräche positiv verlaufen werden und meine Zukunft in Hamburg liegt. Ich wüsste nicht, woran eine Einigung scheitern sollte», zitierte die Tageszeitung «Die Welt» den 23-Jährigen. Und obwohl der italienische Rekordmeister aus Turin bereit sein soll, sieben bis acht Millionen Euro Ablöse für den U21-Europameister auf den Tisch zu blättern, hat auch der HSV kein Interesse, den aufstrebenden Defensiv-Spezialisten zu verkaufen. «Uns liegt bis heute kein Angebot vor, und wir haben auch keine Lust, uns mit diesem Thema zu beschäftigen», sagte HSV-Sportchef Bastian Reinhardt der Nachrichtenagentur dpa.

Der 2008 vom SC Freiburg in die Hansestadt gekommene Sohn eines nigerianischen Vaters und einer deutschen Mutter hat sich beim HSV zur festen Größe entwickelt und bildet auf links mit dem offensiveren Marcell Jansen ein erstklassiges Tandem. In diesem Sommer schaffte Aogo wie Jansen überraschend den Sprung in das WM-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. In Südafrika kam er einmal zum Einsatz - im Spiel um Platz 3 gegen Uruguay (3:2).

Der rasante Aufstieg hat den auch schon im defensiven Mittelfeld eingesetzten vielseitigen Profi auch für andere Vereine interessant gemacht. Vor allem «Juve» soll schon länger ein Auge auf Aogo geworfen haben. Deshalb wird der HSV wohl auch in die Tasche greifen müssen, um den dreimaligen A-Nationalspieler langfristig binden zu können: Im Gespräch ist eine Verdreifachung des Jahresgehaltes, das derzeit bei knapp unter einer Million Euro liegen soll.

Derweil sieht die Zukunft einiger anderer namhafter Profis weniger rosig aus. Trainer Armin Veh hat seinen 31er-Kader um fünf Mann reduziert. Neben drei Nachwuchskräften zählt Mickael Tavares zu den «Opfern». Der zuletzt an den 1. FC Nürnberg ausgeliehene Profi wird, so Reinhardt, «ab Mittwoch mit der zweiten Mannschaft trainieren». Dem Tschechen David Rozehnal wurde ein Clubwechsel nahegelegt. Noch offen ist, was aus Kameruns WM-Starter Eric Maxim Choupo-Moting wird.

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