Schalke Asamoah: Nur dabei und doch gefeiert

Hamburg. Dann durfte Gerald Asamoah doch noch einmal auf das Spielfeld in der Veltins-Arena. In Zivil und mit seinem Kind auf dem Arm betrat der 32-Jährige den Rasen und wurde von den Schalker Fans bejubelt.
05.11.2010, 21:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Hamburg. Dann durfte Gerald Asamoah doch noch einmal auf das Spielfeld in der Veltins-Arena. In Zivil und mit seinem Kind auf dem Arm betrat der 32-Jährige den Rasen und wurde von den Schalker Fans bejubelt.

Vor dem Bundesliga-Spiel der «Königsblauen» gegen Asamoahs neuen Arbeitgeber FC St. Pauli überreichte ihm Trainer Felix Magath einen Blumenstrauß - ein verspäteter Abschiedsgruß, nachdem er im Sommer Schalke verlassen hatte.

Es blieb der einzige große Auftritt des ehemaligen Fußball- Nationalspielers an diesem Abend. Ansonsten hieß es für ihn: Nur dabei statt mittendrin. Wegen einer Gelb-Roten Karte im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt verpasste der «Königstransfer» der Hamburger ausgerechnet die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

«Dass ich gegen Schalke 04 nur auf der Tribüne sitze, tut richtig weh», gestand der Profi. Dabei wollte es Asamoah seinem Ex-Coach Magath unbedingt zeigen, dass es ein Fehler war, ihn vor der Saison zum Aufsteiger nach Hamburg ziehen zu lassen.

«Natürlich habe ich mich sehr auf das Schalke-Spiel gefreut», sagte der Offensivspieler, der es in seiner erfolgreichen Zeit auf Schalke zu Kultstatus brachte. Elf Jahre hat der fast immer gut gelaunte und auf dem Rasen wieselflinke Mittelfeld- und Angriffsspieler für «Königsblau» alles gegeben.

Trotz vieler Rückschläge, darunter eine noch in seiner Zeit bei Hannover 96 festgestellte Herzkrankheit, dann wiederholt schwere Blessuren, war Kämpfer Asamoah stets ein Vorbild und erzielte in 279 Erstliga-Spielen für die Schalker 44 Tore. 43 Mal trug der Vize- Weltmeister von 2002 das Trikot der deutschen Nationalelf (sechs Tore).

Dennoch ließ Magath den aus seiner Sicht in die Jahre gekommenen Offensiv-Mann trotz eines bis 2011 laufenden Vertrages gehen. Und da die Knappen unbedingt Personal von ihrer Lohnliste haben wollten, kamen sie dem nur über einen begrenzten Spielraum verfügenden FC St. Pauli finanziell entgegen. Der Transfer klappte außerdem auch, weil Trainer Holger Stanislawski sowie der einst für Schalke und heute für die St. Paulianer tätige Sportchef Helmut Schulte sich sehr um den erfahrenen Dribbelkünstler bemühten. Sie vermittelten ihm so das Gefühl, dass sie ihn unbedingt haben wollten.

«Die Gespräche mit dem FC St. Pauli waren von Anfang an sehr angenehm», berichtete der gebürtige Ghanaer Asamoah, der seit seinem zwölften Lebensjahr in Deutschland lebt. Doch obwohl er sich in der Hansestadt und beim Kiez-Club wohl fühlt, wird er nach Ablauf seines Zweijahresvertrags von der Elbe in das Ruhrgebiet nach Gelsenkirchen zurückkehren. Denn es wurde vertraglich festgehalten, dass Asamoah nach seinem Karriere-Ende im Stab für «S04» arbeiten wird. Und dann könnte er auch wieder öfter den Rasen im riesigen Schalker Fußballtempel betreten. (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+