München Bayern gegen Bremen: Endet die schwarze Serie?

München. Gegen Werder Bremen will der FC Bayern seinem Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer nicht die Laune zum 65. Geburtstag verderben. Fast fünf Jahre liegt der letzte Heimsieg des Fußball- Rekordmeisters gegen den Dauerrivalen schon zurück.
10.09.2010, 16:30
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München. Gegen Werder Bremen will der FC Bayern seinem Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer nicht die Laune zum 65. Geburtstag verderben. Fast fünf Jahre liegt der letzte Heimsieg des Fußball- Rekordmeisters gegen den Dauerrivalen schon zurück.

«Es ist immer ein besonderes Spiel. Werder Bremen war unser großer Konkurrent in den letzten zehn Jahren», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Start in die kleine Heimspiel-Serie. «Es wäre schön, wenn wir am Samstag gewinnen könnten», erklärte Rummenigge. Für die beiden Clubs ist es ein Wiedersehen nach dem DFB-Pokalfinale, das die Münchner im Mai eindrucksvoll mit 4:0 gewinnen konnten.

Jetzt geht es für die Bayern zu Hause gegen Bremen, dann am 15. September beim Champions-League-Start gegen den AS Rom, dann zum Wiesn-Auftakt gegen den 1. FC Köln - in diesen Heimpartien soll der Grundstein für die kräftezehrenden Englischen Wochen gelegt werden. «Wenn wir alle drei Partien gewinnen, ist es einfacher. Das muss auch so sein, weil wir zu Hause spielen», sagte FCB-Coach Louis van Gaal.

«In den drei Heimspielen müssen wir unseren Rhythmus finden. Wir wollen alle drei Spiele gewinnen und werden dementsprechend zur Sache gehe», sagte auch Miroslav Klose, der bei sieben Einsätzen noch keinen Treffer gegen seinen Ex-Club erzielt hat. «Es wird Zeit, dass ich gegen Werder treffe», sagte der Torjäger, der seinen Schwung aus der Länderspielpause mitnehmen möchte. Beim Abschlusstraining setzte Jungstar Thomas Müller aus Ermüdungsgründen aus.

Fit ist dagegen Franck Ribéry. «Ich denke, dass Franck jetzt näher an den hundert Prozent ist», sagte van Gaal. Der Franzose sei in einer besseren Verfassung als je zuvor in der Amtszeit des Holländers. «In keiner Periode war das so», bestätigte der Coach.

Im November 2005, beim letzten Bayern-Heimerfolg gegen Werder, traf Klose noch für die Bremer. Diesmal sollte ihm das Toreschießen eigentlich gegen die frühere Mannschaft nicht schwerfallen, denn schließlich fällt dort die Innenverteidigung mit Per Mertesacker und Naldo verletzt aus. «Hund und Esel fehlen, Hase kommt hinzu - die Neuordnung der Werder-Abwehr erscheint vielen Bremern so, als würden die Stadtmusikanten umgestellt», titelte die «Süddeutsche Zeitung».

«Es hat uns immer wieder ausgezeichnet, egal wie viele Spieler bei uns gefehlt haben, dass trotzdem eine hervorragende Leistung möglich ist», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf, der auch noch auf den Ex-Münchner Claudio Pizarro im Sturm verzichten muss. Klose warnte: «Als wir früher viele Ausfälle in Bremen hatten, haben wir immer gut gespielt. Ich kenne den Trainer Thomas Schaaf, der zaubert immer etwas aus dem Hut.»

Im Training deutete sich an, dass der Finne Petri Pasanen den verletzten Nationalspieler Mertesacker in der Innenverteidigung ersetzen wird. Zugang Mikael Silvestre könnte dann auf der linken Seite verteidigen. «Es ist einfacher, wenn man den Gegenspieler kennt. Dann kann man sich besser auf ihn fokussieren», sagte Klose.

Bayern will nach einem Sieg und einer Niederlage durchstarten - und Werder möchte nicht auf den bislang drei erkämpften Zählern sitzen bleiben. «Jetzt weiß man, was jeder Mannschaft zur Verfügung steht, die Fakten sind klar. Jetzt kann es losgehen», sagte Schaaf vor dem 99. Nord-Süd-Derby in der mit 69 000 Zuschauer ausverkauften Allianz Arena.

Vor seinem Liga-Debüt steht der Brasilianer Wesley, der den FC Bayern aus seiner Heimat «ein bisschen» kennt. «Ich bin sicher, dass wir gut spielen und ein gutes Resultat erzielen werden», meinte der Mittelfeldmann im «Sport1»-Interview. (dpa)

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