Bundesliga Bayern wieder die Gejagten - Bayer beim «Club»

Düsseldorf. Die Bayern führen auf dem Weg zu ihrer 22. deutschen Meisterschaft endlich wieder selbst Regie: Das Münchner Fußball-Starensemble von Trainer Louis van Gaal findet sich vor dem 25. Bundesliga-Durchgang in seiner bevorzugten Rolle wieder.
05.03.2010, 17:30
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Düsseldorf. Die Bayern führen auf dem Weg zu ihrer 22. deutschen Meisterschaft endlich wieder selbst Regie: Das Münchner Fußball-Starensemble von Trainer Louis van Gaal findet sich vor dem 25. Bundesliga-Durchgang in seiner bevorzugten Rolle wieder.

«Ich bin lieber der Gejagte als der Jäger. Jetzt wird es schwer, uns da oben zu verdrängen», sagte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge schon nach dem 1:0 gegen den Hamburger SV am vergangenen Spieltag, als die «Roten» erstmals nach 57 Spieltagen wieder den Bundesliga-Thron übernahmen.

Doch vor dem Auftritt in Köln gibt es Sorgen beim Tabellenführer: Der argentinische Innenverteidiger Martin Demichelis fällt wegen seiner Augenverletzung aus dem Deutschland-Spiel aus. Wenigstens kann van Gaal auf Abwehrchef Daniel van Buyten zurückgreifen, der sich nach zweiwöchiger Pause wegen eines Muskelfaserrisses rechtzeitig zurückmeldete. Diego Contento aus dem Drittliga-Team der Münchner soll wieder die linke Defensive übernehmen. Auch der Kroate Danijel Pranjic kommt hierfür infrage.

Das Vertrauen in die eigenen Stärken und das «Mia-san-Mia»-Gefühl sind spätestens seit dem Erfolg über den HSV wieder extrem ausgeprägt: «Vorne wegmarschieren» - das ist nach 17 nicht verlorenen Erstliga-Begegnungen nicht nur die Maxime von Bayerns Jung-Nationalspieler Thomas Müller.

Gegner Köln machte den Machtwechsel mit dem 0:0 bei Langzeit-Tabellenführer Bayer Leverkusen möglich. Allerdings hat auch die Mannschaft von Zvonimir Soldo große Personalprobleme: Christopher Schorch, Adil Chihi, Pierre Wome und Kevin Pezzoni fallen aus, zudem liegt der letzte Heimsieg gegen die Bayern lange zurück: Am 1. April 1995 gab es ein 3:1. Und dass Lukas Podolski ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber seine Tor-Flaute von fast 1400 Minuten beendet, ist überaus fraglich.

Die Bayern können vorlegen, Verfolger Bayer Leverkusen beim abstiegsgefährdeten «Club» in Nürnberg nachziehen. «Auch das werden wir wegstecken», kündigte Trainer Jupp Heynckes nach dem 0:0 gegen Köln an. Der Startrekord von 24 Begegnungen ohne Niederlage spielt unter dem Bayer-Kreuz keine Rolle, viel wichtiger ist den Leverkusenern das Faktum, dass zu viele Unentschieden (11) in der Bilanz stehen. «Um ganz oben anzuklopfen, gibt es einige Remis zu viel von uns», konstatierte Nationaltorhüter René Adler nach der Partie gegen Köln.

Dritter im Bund der «Großen» ist Schalke 04, das bei Eintracht Frankfurt gastiert. Dahinter klafft zum HSV, der gegen «Schlusslicht» Hertha BSC wohl mit dem Stürmer-Star Ruud van Nistelrooy spielt, bereits eine Lücke von acht Zählern. Im Kampf um die internationalen Startplätze stehen die Begegnungen zwischen dem Tabellenfünften Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach und zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart im Fokus. Beide sind im Aufwind: Werder holte zuletzt aus vier Begegnungen zehn Punkte, die Schwaben gewannen sieben der zurückliegenden acht Spiele.

Im Breisgau treffen die beiden Teams aufeinander, die am längsten auf einen Sieg warten: Gastgeber SC Freiburg seit zehn, Hannover 96 seit 13. Bei den Niedersachsen herrscht höchste Alarmstimmung: Verliert «96», hat Chefcoach Mirko Slomka mit sieben Pleiten in Serie den schlechtesten Start eines Trainers in der Bundesliga-Historie hingelegt. «Wut und Zorn» herrschten bei Slomka nach dem 0:1 im Niedersachsen-Derby gegen Meister Wolfsburg, «weil wir keine Punkte geholt haben». Jetzt erwartet der 42-Jährige eine Trotzreaktion: «Wir spielen auf Sieg», kündigte er vollmundig an. (dpa)

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