Bochum Bochum erreicht Relegation - "Gladbach machbar"

Bochum. Der VfL Bochum hat Nervenstärke bewiesen und peilt voller Zuversicht den Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga an. "Wir haben unser Minimalziel erreicht, jetzt wollen wir mehr", sagte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst.
15.05.2011, 17:52
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Bochum. Der VfL Bochum hat Nervenstärke bewiesen und peilt voller Zuversicht den Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga an. "Wir haben unser Minimalziel erreicht, jetzt wollen wir mehr", sagte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst.

Durch das 3:1 (1:0) gegen den DFB-Pokalfinalisten MSV Duisburg verteidigten die Bochumer zum Saisonabschluss der 2. Liga den dritten Tabellenplatz erfolgreich und gehen selbstbewusst in die Relegationsspiele gegen den Bundesliga-16. Borussia Mönchengladbach. "Was ich bisher von Gladbach gesehen habe, ist das eine absolut machbare Aufgabe", betonte VfL-Torhüter Andreas Luthe.

Gegen Duisburg waren vor 27 448 Zuschauern Mirkan Aydin mit einem Doppelpack (9./87. Minute) und Giovanni Federico (82.) erfolgreich. Für Duisburg verkürzte Maurice Exslager (89.). "Duisburg hat uns alles abverlangt, aber für uns ist es durch das frühe 1:0 super gelaufen", sagte Aydin. Der Jubel nach dem Abpfiff war allerdings verhalten. "Wir haben jetzt eine breite Brust, die Relegation wird aber schwierig. Das sind zwei Endspiele, in denen alles möglich ist", erklärte Paul Freier.

Sechsmal musste Bochum bislang aus der Bundesliga absteigen. 1994, 1996, 2000, 2002 und 2006 gelang dem Revierclub jeweils nach einem Jahr in der 2. Liga direkt die Rückehr in das Oberhaus. Diesmal muss sich der VfL den Aufstieg über die Relegation verdienen.

In den beiden Entscheidungsspielen gegen den Erstligisten Mönchengadbach tritt die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel am 19. Mai zunächst im Borussia-Park an und hat dann am 25. Mai Heimrecht. "Wir haben eine tolle Rückrunde gespielt, aber die Saison ist noch nicht gekrönt", warnte Funkel vor der schweren Aufgabe.

Für Bochum ist es nicht die erste Teilnahme an der Relegation. 1990 behauptete sich der VfL als Bundesligist gegen den 1. FC Saarbrücken (1:0/1:1).

Durch die Teilnahme an den Entscheidungsspielen verzögern sich allerdings die Planungen für die kommende Saison, weil der VfL noch nicht weiß, ob erst- oder zweitklassig kalkuliert werden kann. "Das ist zweitrangig. Wir werden, egal für welche Liga, wieder eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen", meinte Ernst. Mit der Rolle des Außenseiters kann er sich anfreunden: "Gladbach hat in der aktuellen Form gehobenes Bundesliga-Niveau, aber wir wollen die Möglichkeiten des Underdogs nutzen." (dpa)

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