Lucio Brasiliens Lucio startet bei WM noch einmal durch

Johannesburg. In der Abwehr des Rekord-Weltmeisters ist er der kompromisslose Abräumer, nun hat Brasiliens Kapitän Lucio gegen seinen alten Arbeitgeber Bayern München verbal nachgetreten.
23.06.2010, 16:43
Lesedauer: 2 Min
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Johannesburg. In der Abwehr des Rekord-Weltmeisters ist er der kompromisslose Abräumer, nun hat Brasiliens Kapitän Lucio gegen seinen alten Arbeitgeber Bayern München verbal nachgetreten.

Fünf Wochen nach dem Champions-League-Triumph mit Inter Mailand gegen seinen Ex-Club rechnete der 32-Jährige noch einmal mit dem deutschen Rekordmeister ab. «Es hat mich sehr glücklich gemacht, gegen einen Verein zu gewinnen, der kein großes Vertrauen in meine Arbeit mehr hatte und auf diese Art im Finale die passende Antwort zu geben», sagte Lucio in Johannesburg.

Mit seinem insgesamt 15. WM-Einsatz im letzten Gruppenspiel am 25. Juni in Durban gegen Portugal kann Lucio den großen Pelé übertreffen. Die Liste der meisten WM-Spiele führt Cafú an, der mit 142 Begegnungen auch Brasiliens Rekordnationalspieler ist. Dahinter liegen Ronaldo (19), der heutige Nationaltrainer Carlos Dunga sowie Taffarel (jeweils 18). Pelé (14) war 1958, 1962 und 1970 Weltmeister. Lucio strebt in Südafrika seinen zweiten Titel nach 2002 an. Er ist neben Kaká und Gilberto Silva der einzig verbliebene Profi aus dem damaligen Aufgebot.

«Das wusste ich gar nicht», sagte Lucio zu der Tatsache, dass er zumindest in einer Statistik Pelé übertrumpfen kann. «Natürlich macht mich das glücklich. Aber mein Ziel ist es nicht, individuelle Rekorde aufzustellen.» Der Abwehrchef hatte bei den beiden Auftaktsiegen gegen Nordkorea und die Elfenbeinküste zu den herausragenden Spielern der «Seleção» gehört und ist in der Form seines Lebens. Er und seine Inter-Kollegen Julio César und Maicon können als erste Fußballer innerhalb eines Jahres neben der nationalen Meisterschaft, dem Pokal und der Champions-League auch den WM-Titel gewinnen.

Der FC Bayern hatte am 22. Mai in Madrid mit 0:2 gegen Mailand verloren. «Der Fußball kann dankbar sein», meinte Lucio. «In einem Wettbewerb mit so vielen starken Mannschaften im Endspiel ausgerechnet auf den FC Bayern zu treffen, das war mir eine besondere Freude.» In Italien ist der kampfstarke Innenverteidiger noch einmal durchgestartet. «In der Bundesliga wird viel mehr Kraftfußball gespielt, mehr gedeckt, es gibt mehr Körperkontakt», verglich Lucio die Serie A mit der deutschen Eliteklasse.

Der Abwehrchef hat sein «Bayern-Herz», wie er einmal sagte, im vergangenen Jahr während des Confederations Cups in Südafrika verloren. Damals waren erste Meldungen aufgekommen, die Münchner würden keinen Wert mehr auf eine weitere Zusammenarbeit mit ihm legen. Der Innenverteidiger wechselte daraufhin für eine Ablöse von sieben Millionen Euro nach Mailand.

Gegen Portugal kann sich Lucio mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo messen. Doch der routinierte Innenverteidiger lässt sich davon nicht nervös machen und setzt auf die bewährte Zusammenarbeit mit seinen Abwehrkollegen Juan und Maicon: «Ohne Zweifel ist Cristiano Ronaldo ein großer Spieler, das hat er schon oft gezeigt. Aber jeder deckt seine Zone ab, das ist grundlegend.» (dpa)

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