Valencia Bremen mit Respekt - Erinnerung an «Skandalspiel»

Bremen/Valencia. Mit großem Respekt und der Erinnerung an ein Happy End ist Werder Bremen nach Valencia geflogen. «Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa», sagte Nationalspieler Per Mertesacker zum Europa-League-Hinspiel beim Dritten der spanischen Fußball-Liga.
10.03.2010, 19:00
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Bremen/Valencia. Mit großem Respekt und der Erinnerung an ein Happy End ist Werder Bremen nach Valencia geflogen. «Sie gehören zu den Top-Ten-Teams in Europa», sagte Nationalspieler Per Mertesacker zum Europa-League-Hinspiel beim Dritten der spanischen Fußball-Liga.

«Wenn du auf diesem Niveau zu viele Fehler machst und defensiv nicht konsequent stehst, dann hast du keine Chance.» Wie es funktionieren könnte, hat der Bundesligist im Dezember 2004 gezeigt, als die Bremer sich in einem hitzigen Duell mit einem Sieg ins Achtelfinale der Champions League schossen - anschließend kam es damals zu Ausschreitungen.

«An dem Spiel sieht man, auf was für starke Mannschaften man auch in der Europa League treffen kann», lobte auch Trainer Thomas Schaaf den Gegner: «Valencia steht für Qualität.» Der Coach der Bremer sieht das Achtelfinale auf Champions-League-Niveau. Die Spanier spielten wie Werder in den zurückliegenden Jahren häufig in der «Königsklasse» des europäischen Clubfußballs und haben mit David Villa einen Weltklasse-Stürmer im Team. «Er ist einer der besten Stürmer in Europa, der fast jedes Jahr in Spanien Torschützenkönig wird», sagte Kapitän Torsten Frings.

Für Aufsehen sorgte Valencias Trainer Unai Emery, der das Abschlusstraining absagte. «Die Belastung war zu groß», sagte der Coach mit Verweis auf das Ligaspiel seiner Mannschaft am 8. März. «Ich glaube, dass er nach der Belastung nicht mehr groß trainieren muss», kommentierte Werder-Coach Schaaf.

Trainer Schaaf hat in Valencia eine deutlich größere Auswahl beim Personal als zuletzt gegen den VfB Stuttgart. Petri Pasanen und Clemens Fritz gehören wieder zum Kader, können die Außenverteidigerpositionen links und rechts übernehmen. In den Flieger nach Spanien stieg auch Philipp Bargfrede, der im Mittelfeld für den weiter formschwachen Tim Borowski auflaufen dürfte. «Er wird sicher zur Verfügung stehen», sagte Trainer Thomas Schaaf über Fritz: «Bei Philipp muss man abwarten.»

«Wichtig ist, dass wir in Valencia gleich dagegenhalten, hinten nichts zulassen, mutig nach vorn spielen und unsere Möglichkeiten konsequent nutzen», forderte Frings: «Dann haben wir die Chance, dort ein gutes Ergebnis zu erzielen.» Für den Routinier ist klar: «Natürlich wäre es von Vorteil, wenn wir dort ein Tor erzielen.»

Respekt haben die Bremer nicht nur vor den Spielern, sondern auch vor den Fans im engen Estadio Mestalla. «Ich rechne in Valencia mit einer heißen Atmosphäre», sagte Mertesacker. 2004 erlebten die Bremer ein sportliches Happy End mit anschließenden Tumulten, als sie in den letzten zehn Minuten zwei Tore schossen und von wütenden Fans beworfen wurden. «So etwas habe ich nie wieder erlebt», sagte Borowski, der wie Pasanen und Daniel Jensen damals schon zum Kader gehörte. Eine Revanche befürchtet Schaaf nicht. «Das ist eine neue Partie», sagte der Coach, zumal in beiden Teams nur noch jeweils drei Spieler von damals im Kader seien.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

FC Valencia: Cesar - Miguel, Marchena, Dealbert, Alexis - Banega, Fernandes - Pablo Hernandez, Silva, Mata - Villa

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings, Borowski - Marin, Özil, Hunt - Pizarro (dpa)

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