Italien Bundesgericht bestätigt Rekordstrafe für Mutu

Lausanne. Rumäniens Fußball-Star Adrian Mutu muss wegen Drogenmissbrauchs tief in die Tasche greifen. Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne wies auch in letzter Instanz den Einspruch des Nationalspielers gegen die Rekord-Geldstrafe von 17,2 Millionen Euro ab.
14.06.2010, 16:59
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Lausanne. Rumäniens Fußball-Star Adrian Mutu muss wegen Drogenmissbrauchs tief in die Tasche greifen. Das Schweizer Bundesgericht in Lausanne wies auch in letzter Instanz den Einspruch des Nationalspielers gegen die Rekord-Geldstrafe von 17,2 Millionen Euro ab.

Diese Summe muss der Stürmer des AC Florenz an seinen ehemaligen Arbeitgeber FC Chelsea zahlen. Das Bundesgericht bestätigte mit seinem Urteil eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS), der die vom Fußball-Weltverband FIFA verhängte Geldstrafe für rechtens erklärt hatte.

Der 31-Jährige Mutu war von seinem früheren Arbeitgeber FC Chelsea nach einem positiven Kokain-Test fristlos gekündigt und auf Schadensersatz wegen Vertragsverletzung verklagt worden. Daraufhin verhängte die FIFA die Rekordstrafe, die nun sowohl vom CAS als auch vom Schweizer Bundesgericht bestätigt worden ist. «Wir werden weitere Möglichkeiten nutzen, um dieses Urteil anzufechten, denn sicher gibt es welche», sagte Mutus Manager Victor Becali der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax, ohne seine Absichten zu präzisieren.

Mutu war im Sommer 2004, wenige Monate nach seinem Wechsel vom FC Parma nach London, positiv auf Kokain getestet worden. Er hatte die Höhe der verhängten Strafe stets als «ungerecht und unmenschlich» bezeichnet und war deswegen ohne Erfolg juristisch dagegen vorgegangen. Nun droht dem Star laut rumänischen Fernsehberichten der finanzielle Bankrott.

Stürmer Mutu sitzt bis Oktober 2010 eine Dopingsperre von neun Monaten ab. Er war im April wurde vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) wegen der Einnahme der verbotenen Substanz Sibutramin gesperrt worden. Der AC Florenz hatte daraufhin sein Gehalt um 50 Prozent gekürzt. (dpa)

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