Fußball BVB entzaubert Bayern - Stuttgart siegt wieder

Stuttgart. Die Bundesliga steht nach dem Drama um Schiedsrichter Babak Rafati unter Schock, doch der Ball rollt trotzdem. Der VfB Stuttgart hat nach drei sieglosen Bundesliga-Spielen wieder gewonnen.
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Stuttgart. Die Bundesliga steht nach dem Drama um Schiedsrichter Babak Rafati unter Schock, doch der Ball rollt trotzdem. Der VfB Stuttgart hat nach drei sieglosen Bundesliga-Spielen wieder gewonnen.

Durch einen 2:1-Erfolg gegen Schlusslicht FC Augsburg verbesserten sich die Schwaben auf Tabellenplatz sechs. Der Österreicher Martin Harnik (41./51.) mit einem Doppelpack erzielte die VfB-Tore beim schmeichelhaften Erfolg. Tobias Werner (47.) mit seinem ersten Saisontor sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Aufsteiger Augsburg bleibt nach der siebten Saisonniederlage mit gerade einmal acht Punkten Tabellenletzter.

Nach der Absage der Begegnung zwischen dem 1. FC Köln und Mainz 05 gelang Meister Borussia Dortmund ein 1:0-Erfolg im Topspiel beim Tabellenführer Bayern München (28). Die Dortmunder, Nationalspieler Mario Götze traf, haben nach dem Coup als Tabellenzweiter genau wie Borussia Mönchengladbach 26 Punkte auf dem Konto und damit nur noch zwei Punkte Rückstand.

Vierter ist der FC Schalke 04 (25). Gladbach und Schalke schafften zuvor klare Siege. Gladbach gewann auch dank eines toll aufspielenden Dreifachtorschützen Marco Reus das Verfolger-Duell gegen Werder Bremen mit 5:0. Der FC Schalke setzte sich mit 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg durch.

Auch dem VfL Wolfsburg gelang am 13. Spieltag ein wichtiger Erfolg. Der Ex-Meister siegte im Nordderby mit 4:1 gegen Hannover 96. In der Nachspielzeit erkämpfte sich der FC Freiburg ein hochverdientes 2:2-Unentschieden gegen Hertha BSC. Nicht nur durch seinen Doppelpack war Stefan Reisinger der Mann des Spieles. Am Freitag hatte sich Bayer Leverkusen mit 2:0 beim 1. FC Kaiserslautern durchgesetzt und den vierten Auswärtssieg des Saison geschafft.

Dortmund düpierte die Bayern wie schon beim 3:1 im März. Jungstar Mario Götze führte den Meister mit seinem Siegtor in der 65. Minute zum Triumph in der Münchner Heimfestung Allianz Arena. In einem Duell auf Augenhöhe trumpfte der BVB vor 69 000 Zuschauern mit den Tugenden der Meistersaison auf. Die Bayern blieben vieles schuldig.

Schalkes Klaas Jan Huntelaar gelang im Duell der Altmeister gegen den 1. FC Nürnberg ein Doppelpack und die Pflichtspieltore 22 und 23. Im 200. Spiel von Huub Stevens als Schalke-Trainer war es zunächst Huntelaar (13.) und dann der erstmals als Kapitän aufgelaufene Raúl, der seinen 20. Bundesliga-Treffer schaffte, ehe erneut Maskenmann Huntelaar (66.) und Lewis Holtby (84.) trafen. Der "Club" blieb auch im achten Spiel in Serie sieglos - so lange wartet in dieser Saison kein anderer Bundesligist auf einen Sieg.

Im heimischen Borussia-Park bleibt Mönchengladbach weiter ungeschlagen. Den in dieser Höhe nie erwarteten Erfolg, es war der fünfte Heimsieg, leitete Hermann (16.) ein. Im "kleinen Spitzenspiel" stürmten die Gladbacher wie junge Fohlen und die Bremer standen Spalier wie die Stadtmusikanten. Dreifachtorschütze Reus (23./38./51.) war einmal mehr in Galaform. Für den Schlusspunkt gegen desolate Bremer sorgte dann Arango (53.). Nach Gelb-Rot gegen Sokratis spielte Werder die letzte Viertelstunde in Unterzahl.

Acht Tage nach seinem Länderspieldebüt in der Ukraine leistete sich 96-Keeper Zieler in Wolfsburg gleich zwei folgenschwere Unsicherheiten, die Hasan Salihamidzic gnadenlos ausnutzte. "Brazzo" jubelte zunächst über seinen 51. Bundesliga-Treffer und war dann noch einmal zur Stelle. Die Gäste durften noch einmal hoffen, als Christian Schulz der Anschlusstreffer gelang. Nach der Pause war es Chris (56.), der mit seinem Tor die Weichen für den fünfte Heimsieg der Wolfsburger am Stück im Nordderby gegen Hannover stellte. Als kurz darauf Hannovers Ya Konan wegen unsportlichem Verhalten vom Platz gestellt wurde, war endgültig alles klar. Per Freistoß erhöhte Alexander Madlung (74.) zum 4:1-Endstand.

In Freiburg war es der Kolumbianer Ramos, der Aufsteiger Hertha BSC mit seinem frühen Tor in Führung brachte. Zwei Wochen nach dem Erfolg über Nürnberg zeigten die Breisgauer erneut tolle Moral, denn nach einem verweigerten Foulelfmeter traf Herthas Peter Niemeyer kurz vor der Pause. Stefan Reisinger schaffte nach einer Stunde den Anschlusstreffer und rettete in der vierten Minute der Nachspielzeit den mehr als verdienten Punkt für die Freiburger. Der Stürmer hatte bereits in der 81. Minute getroffen - der vermeintliche Treffer wurde aber aberkannt. (dpa)

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