Fußball Chelsea und Ballack greifen nach der Meisterschaft

London. Nur noch ein Sieg trennt Michael Ballack und den FC Chelsea vom englischen Meistertitel. Es wäre der erste für den DFB-Kapitän in vier Fußballjahren auf der Insel und nach 1955, 2005 und 2006 der vierte für den West-Londoner Club.
03.05.2010, 15:35
Lesedauer: 2 Min
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London. Nur noch ein Sieg trennt Michael Ballack und den FC Chelsea vom englischen Meistertitel. Es wäre der erste für den DFB-Kapitän in vier Fußballjahren auf der Insel und nach 1955, 2005 und 2006 der vierte für den West-Londoner Club.

«Ich habe immer gesagt, dass der Titel am letzten Spieltag vergeben wird», gab sich Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti nach dem 2:0 über einen enttäuschenden FC Liverpool abgeklärt.

Mit dem Sieg brachten sich die «Blues» für das Premier League-Finale zu Hause gegen Wigan Athletic in eine glänzende Position. «Wir hatten unsere Emotionen im Griff, die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Das war ein schwieriger Schritt gegen Liverpool. Aber wir müssen auf das letzte Spiel warten», warnte Ancelotti vor übergroßer Vorfreude.

Manchester United, das dank eines Treffers von Nani (28. Minute) beim FC Sunderland mit 1:0 gewann und Chelsea weiter mit einem Zähler Rückstand auf den Fersen blieb, wollte die vierte Meisterschaft in Serie und eine historische 19. insgesamt - eine mehr als Liverpool - noch nicht abschreiben. «Das war nicht das Ergebnis, auf das wir gehofft hatten», gab United-Trainer Sir Alex Ferguson mit Blick auf Chelseas erfolgreichen Besuch im Stadion an der Anfield Road zu, wo die Londoner zuletzt 2005 gewonnen hatten.

Ein Sieg Chelseas gegen Wigan sei aber keine ausgemachte Sache. «Sie sind ein gutes Team. Vielleicht klammere ich mich an Strohhalme, aber im Fußball weiß man nie - es ist eine verrückte Sportart», machte Ferguson seiner Elf Mut, die am kommenden Sonntag Robert Huths Stoke City besiegen und auf Wigans Schützenhilfe hoffen muss. «Manchester City hat uns geholfen, indem sie Chelsea zweimal geschlagen haben. Und Wigan ist ja auch ein Nachbar», sagte Ferguson. Tatsächlich hatte Chelsea bei Wigan im vergangenen Herbst mit einem 1:3 die erste Saisonniederlage kassiert.

Gegen Liverpool brauchten ein stark spielender Ballack und seine Elf zunächst ein wenig Hilfe. Ein grober Schnitzer von Liverpool-Kapitän Steven Gerrard, der sich in der 33. Minute mit einem Rückpass verschätzte, eröffnete Chelsea-Stürmer Didier Drogba die Chance zur Führung, die der Ivorer dankend annahm. Mit seinem 26. Ligatreffer zog Drogba im Fernduell mit Manchesters Torjäger Wayne Rooney als bester Torschütze der Premier League gleich. Danach spielte nur noch Chelsea. Ballacks Mittelfeldkollege Frank Lampard gelang bald nach der Pause das beruhigende 2:0 (54. Minute).

«Es wäre schön, den Titel nächste Woche vor unseren Fans zu gewinnen, und dann haben wir auch noch das Pokalfinale», schürte Lampard die Erwartungen. «Wir hatten einen Durchhänger», sagte Englands Mittelfeldstar in Anspielung auf das Champions League-Aus und eine Durststrecke in der Premier League, «aber wir haben sie selbst überwunden und stehen nun vor dem 'Double'». Meister und Pokalsieger war Chelsea in einer Saison noch nie. «Man kann sich schwer vorstellen, dass sie jetzt noch ausrutschen», urteilte der «Daily Telegraph» mit Blick auf den Weg zum doppelten Triumph. (dpa)

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