Dänemark Dänemark: Japan-Riegel mit Luft-Angriffen knacken

Rustenburg. Dänische «Luftangriffe» gegen den japanischen Abwehrriegel - so lautet das Motto des Vorrunden-Endspiels in der Gruppe E am 24. Juni in Rustenburg.
23.06.2010, 20:40
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Rustenburg. Dänische «Luftangriffe» gegen den japanischen Abwehrriegel - so lautet das Motto des Vorrunden-Endspiels in der Gruppe E am 24. Juni in Rustenburg.

Morten Olsens «Danish Dynamite» muss gegen die punktgleichen Asiaten aufgrund der schlechteren Tordifferenz unbedingt gewinnen, um ins Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika einzuziehen. Dänemarks Stürmerstar Nicklas Bendtner kündigt ein Flanken- und Kopfball-Festival an: «Wir müssen Tore schießen, dazu wollen wir unsere Größenvorteile ausnutzen». Olsen bangt jedoch noch um den Einsatz des 1,94 Meter großen Profis vom FC Arsenal, der seine Leistenbeschwerden trotz seines Tores beim 2:1 gegen Kamerun nicht völlig überwunden hat.

Verzichten muss Olsen auf den Bremer Daniel Jensen. «Er kann nicht spielen», sagte Nationaltrainer Morten Olsen in Rustenburg. Jensen plagen Probleme an der Achillessehne. Am Siegeswillen der Dänen wird trotz Personalproblemen aber kein Zweifel gelassen: «Wir werden gewinnen», versprach der Coach. «Wir haben hart gekämpft, um bei dieser Party dabei zu sein. Jetzt wollen wir auch hierbleiben.»

Die Japaner haben sich bislang auf eine solide Hintermannschaft verlassen können. Sowohl gegen Kamerun (1:0) als auch gegen die in der Gruppe nach zwei Siegen bereits qualifizierten Niederlande (0:1) ließ die Abwehr um den geborenen Brasilianer Marcus Túlio Tanaka kaum Torchancen zu. Mit nur 15 Torschüssen in den zwei ersten WM-Partien haben sich die Asiaten als vorsichtigste Mannschaft des Turniers erwiesen. Vorne lauert nur Honda auf Chancen.

Trainer Takeshi Okada beteuert allerdings, dass er seinen Schützlingen keine «Mauertaktik» verordnen wird. «Wir wissen, dass uns ein Unentschieden zum Weiterkommen reicht. Aber damit will sich bei uns niemand zufriedengeben. Jeder bei uns ist davon überzeugt, dass wir gewinnen», tönte Okada ganz unjapanisch. Man habe viele Spielen der Dänen gesehen und kenne den Gegner sehr gut.

Hinter Serbien (1,86 Meter) hat Dänemark mit einem Durchschnitt von 1,85 Metern das zweitlängste Team der WM, die «Blauen Samurai» rangieren mit 1,79 Metern dagegen unter ferner liefen. Die Gefahren kennt Okada. «Wir haben deshalb Standardsituation trainiert», verrät er. Er setzt neben Tanaka auch auf den linken Außenverteidiger Nagatomo, der den Dänen Dennis Rommedahl stoppen werde. «Nagatomo kann das, er hat schon (den Kameruner Samuel) Eto'o und (den Niederländer Eljero) Elia ausgeschaltet», glaubt der Trainer.

Bei den Dänen herrscht aber mindestens so viel Optimismus wie bei den Japanern. Neben Bendtner («Ich spiele gegen Japan so oder so, selbst wenn meine Verletzung schlimmer wird») und Rommedahl soll Kapitän Jon Dahl Tomasson von Feyenoord Rotterdam für den nötigen Offensiv-Druck sorgen. Man sei sehr entspannt und zuversichtlich, versicherte Bendtner. Dänemark will bei seiner vierten WM-Teilnahme nach 1986, 1998 und 2002 zum vierten Mal die K.o.-Runde erreichen. Aber Bundesliga-Legionär Makoto Hasebe vom VfL Wolfsburg warnt den Gegner aus Europa: «Wir werden von Spiel zu Spiel besser». (dpa)

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