München Das Bayern-Drama: 100 Sekunden fehlten zum Sieg

München. Nur ein einziges Mal hat der FC Bayern München gegen Manchester United verloren - und ausgerechnet das war die bitterste Niederlage der Vereinsgeschichte.
29.03.2010, 12:40
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München. Nur ein einziges Mal hat der FC Bayern München gegen Manchester United verloren - und ausgerechnet das war die bitterste Niederlage der Vereinsgeschichte.

Die große Uhr im Camp-Nou-Stadion von Barcelona zeigte im Mai 1999 schon das Ende der 90 Minuten Spielzeit an, vor der Ersatzbank warteten Torschütze Mario Basler & Co. mit den Sieger-T-Shirts und Gewinner-Kappen: Dann aber fehlten beim Champions-League-Finale läppische 100 Sekunden zum großen Triumph. Knapp elf Jahre liegt das bittere 1:2 des FC Bayern München gegen Manchester United zurück.

Im Viertelfinale gegen den englischen Meister soll es diesmal kein böses Erwachen geben. Die Bilanz gegen ManU ist positiv. In sieben Spielen gab es zwei Siege, vier Remis - und eben diese eine Schmach. Beim bislang letzten Aufeinandertreffen in der Zwischenrunde der Saison 2001/02 endeten beide Spiele unentschieden.

Vom Himmel in die Hölle - in 100 quälenden Sekunden der Nachspielzeit wurde im Mai 1999 für den FC Bayern München der Griff nach den Sternen zum Drama. «Die ganze Grausamkeit hat uns getroffen», hauchte «Kaiser» Franz Beckenbauer beim damaligen Bankett förmlich ins Saal-Mikrofon. Torwart Oliver Kahn reagierte seinerzeit am extremsten. Der ehrgeizige Kapitän blieb dem als Festmahl geplanten Treffen fern, verweigerte jeden Kommentar und verkroch sich nach seinem 50. Europapokalspiel auf dem Hotelzimmer. Andere gingen offensiv mit dem Frust um: Basler tanzte bis zum Morgengrauen.

Vor 90 000 Zuschauern im Camp Nou und einem Milliardenpublikum an den TV-Bildschirmen in aller Welt wähnte sich der FC Bayern nach dem Freistoßtor von Mario Basler (6. Minute) schon am Ziel aller Träume, aus denen sie durch die eingewechselten Teddy Sheringham (90.+1) und Ole Gunnar Solksjaer (90.+3) gerissen wurden. «Das war schlimmer als ein Golden Goal», sagte Trainer Ottmar Hitzfeld damals. Zwei Jahre später durften er und sein Team beim Erfolg in Mailand im Elfmeterschießen dann die begehrte Trophäe in Empfang nehmen. (dpa)

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