Kommentar über den Hamburger SV

Der HSV ist selbst schuld

Der HSV spielt noch ein zweites Jahr in der zweiten Liga. Das kommt nicht überraschend, denn der Verein ist noch nicht am Tiefpunkt angelangt, um sich zu reformieren, schreibt Mathias Sonnenberg.
12.05.2019, 21:09
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Der HSV ist selbst schuld
Von Mathias Sonnenberg
Der HSV ist selbst schuld

Rick van Drongelen (l-r), Vasilije Janjicic und Aaron Hunt aus Hamburg zeigen sich enttäuscht bei Spielende.

Friso Gentsch / dpa

Den Bremer Spott bekommt der Hamburger SV nach dem verpassten Aufstieg natürlich gratis. Sagt der eine: Schade, dass der HSV wieder nicht Bundesliga spielt, die Nordderbys fehlen irgendwie. Antwortet der andere: Genau, und die sechs Punkte für uns!

Ist doch aber auch wahr, der HSV hat es nicht anders verdient. Auch der Abstieg in die zweite Liga hat nicht gereicht, um den Verein zur Besinnung zu bringen und die Mission Wiederaufstieg mit Demut anzugehen. Abgehalfterte Fußball-Millionäre wie Lewis Holtby oder Pierre-Michel Lasogga, die beide mehr verdienen als jeder Werder-Profi, sollten den Weg zum Aufstieg ebnen. Der eine quittierte im Aufstiegsrennen quasi freiwillig seinen Job, der andere war nicht gut genug. Aber da ist Lasogga kein Einzelfall. Die Mannschaft war einfach zu schlecht, um aufzusteigen.

Lesen Sie auch

Jetzt also noch ein Jahr zweite Liga. Für den HSV ist es die Chance, den Laden weiter auszumisten und den Wiederaufbau einer neuen Mannschaft zu planen, in der junge, charakterstarke und erfolgshungrige Spieler stehen. Profis, die die zweite Liga nicht als Betriebsunfall abtun und den Wiederaufstieg als Selbstverständlichkeit betrachten. Dann freuen wir Bremer uns auch wieder auf die Nordderbys.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+