Causa Özil

DFB-Präsident Grindel weist Rassismus-Vorwürfe zurück

Der Präsident des DFB Reinhard Grundel bezieht Stellung zu Rassismus-Vorwürfen von Mesut Özil gegen den Fußball-Verband.
26.07.2018, 10:46
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DFB-Präsident Grindel weist Rassismus-Vorwürfe zurück

Hat der harschen Kritik von Mesut Özil widersprochen: DFB-Präsident Reinhard Grindel. Foto: Boris Roessler

dpa

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die vom zurückgetretenen Nationalspieler Mesut Özil erhobenen Rassismus-Vorwürfe gegen den Verband zurückgewiesen. Es tue ihm für seine Kollegen, die vielen Ehrenamtlichen an der Basis und die Mitarbeiter im DFB leid, im Zusammenhang mit Rassismus genannt zu werden, erklärte Grindel am Donnerstag schriftlich auf der Website des Deutschen Fußball-Bundes. "Für den Verband und auch für mich persönlich weise ich dies entschieden zurück."

"Die Werte des DFB sind auch meine Werte. Vielfalt, Solidarität, Antidiskriminierung und Integration, das alles sind Werte und Überzeugungen, die mir sehr am Herzen liegen", erklärte Grindel. Die persönliche Kritik habe ihn "getroffen". Özil hatte am Sonntag erklärt: "Leute mit rassistisch diskriminierendem Hintergrund sollten nicht länger im größten Fußballverband der Welt arbeiten dürfen, der viele Spieler aus Familien verschiedener Herkunft hat."

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Grindel räumte in Bezug auf die Affäre um die Fotos von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ein: "Rückblickend hätte ich als Präsident unmissverständlich sagen sollen, was für mich als Person und für uns alle als Verband selbstverständlich ist: Jegliche Form rassistischer Anfeindungen ist unerträglich, nicht hinnehmbar und nicht tolerierbar."

Mit den Landesverbänden und dem DFB-Präsidium sei eine gemeinsame Linie festgelegt worden. Dazu gehöre, die Debatte zum Thema Integration zum Anlass nehmen, die Arbeit in diesem Bereich weiterzuentwickeln.

Als Konsequenz aus dem enttäuschenden WM-Verlauf soll es "eine fundierte sportliche Analyse geben, aus der die richtigen Schlüsse gezogen werden, um wieder begeisternden, erfolgreichen Fußball zu spielen", kündigte Grindel an. Das sei Aufgabe der sportlichen Leitung. "Und drittens haben wir alle das große gemeinsame Ziel, den Zuschlag für die Ausrichtung der EM 2024 zu bekommen", sagte der DFB-Chef. Die Europäische Fußball-Union entscheidet im September über die EM-Vergabe - einziger Mitbewerber ist die Türkei. (dpa)

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