Berlin DFB-Strafen nach Krawallen in Fußballstadien

Hamburg. Nach Zuschauerausschreitungen hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schon mehrfach hart durchgegriffen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert hohe Strafen durch das DFB- Sportgericht.
24.03.2010, 17:41
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Hamburg. Nach Zuschauerausschreitungen hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schon mehrfach hart durchgegriffen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert hohe Strafen durch das DFB- Sportgericht.

23. März 2010:Wegen unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger in fünf Fällen muss der 1. FC Köln sein Bundesliga-Spiel am 10. April bei 1899 Hoffenheim ohne eigene Fans bestreiten. Außerdem werden 30 000 Euro Strafe und Schadenersatz in Höhe des zustehenden Kartenkontingents an den badischen Liga-Konkurrenten fällig. Bei fünf Spielen waren im Kölner Zuschauer-Block unter anderem pyrotechnische Gegenstände wie Knallkörper oder Bengalische Feuer gezündet worden.

22. März 2010:Fans des Bundesligisten 1. FC Nürnberg bekommen bei zwei Auswärtsspielen keine Stehplatztickets. Die Sitzplatzkarten sind zudem personalisiert. Grund für das Urteil: Gewaltausbrüche mit mindestens acht Verletzten während eines Spiels beim VfL Bochum.

1. Februar 2010: Das DFB-Sportgericht verurteilt den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf zu einer Geldstrafe von 35 000 Euro. Im Spiel beim SC Paderborn waren aus dem Zuschauerblock mehrmals Knallkörper geworfen worden. Beim Heimmatch gegen Union Berlin war ein Berliner Spieler von einem Feuerzeug am Kopf getroffen worden.

13. Oktober 2009:Der VfB Stuttgart muss wegen Ausschreitungen seiner Fans während eines Bundesligaspiels bei Eintracht Frankfurt 35 000 Euro bezahlen. Gastgeber Eintracht war zuvor mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 000 Euro belangt worden.

27. Februar 2009: Frankfurt muss nach Krawallen seiner Anhänger bei einem Bundesligaspiel in Karlsruhe 40 000 Euro Geldstrafe zahlen.

8. April 2008: Der 1. FC Nürnberg wird nach schweren Ausschreitungen einiger Fans im Spiel bei der Eintracht mit einer Geldstrafe von 50 000 Euro bestraft. Für Frankfurt werden 25 000 Euro fällig.

27. März 2008:Bundesligist MSV Duisburg muss 40 000 Euro zahlen. Bei einem Spiel gegen Hannover 96 war Schiedsrichter Lutz Wagner von einem aus dem Duisburger Fanblock geworfenen Feuerzeug getroffen worden.

4. März 2008:Der Karlsruher SC muss wegen Ausschreitungen seiner Fans in einem Spiel beim VfB Stuttgart 35 000 Euro zahlen. Im Wiederholungsfall droht dem Aufsteiger zudem ein Geisterspiel.

10. März 2006:Zweitligist FC Energie Cottbus muss wegen eines nicht ausreichenden Ordnungsdienstes in der Partie gegen die Sportfreunde Siegen eine Geldstrafe in Höhe von 30 000 Euro zahlen.

28. Februar 2005: Bei einem Spiel von Zweitligist Dynamo Dresden müssen sämtliche Stehplatzbereiche geschlossen bleiben. Außerdem muss der Club 40 000 Euro Geldstrafe zahlen. Gründe sind mangelnder Schutz des Schiedsrichters, seiner Assistenten und des Gegners.

4. Dezember 2003: Ein Zweitligaspiel zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg wird unter Ausschluss des Publikums wiederholt. Mit dieser Entscheidung ahndet das DFB-Sportgericht Ausschreitungen bei der Partie am 24. November, in der Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf durch Wurfgeschosse am Kopf verletzt worden war. Zudem 50 000 Euro Strafe gegen Aachen. (dpa)

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