Hannover Dreierpack von Bunjaku - Hecking-Sieg in Hannover

Hannover. Dank eines Dreierpacks von Albert Bunjaku sieht der 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wieder Land.
30.01.2010, 19:20
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Hannover. Dank eines Dreierpacks von Albert Bunjaku sieht der 1. FC Nürnberg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga wieder Land.

Das Team von Trainer Dieter Hecking gewann das Kellerduell bei Heckings ehemaligem Club Hannover 96 mit 3:1 (1:0) und stürzte mit dem ersten Sieg nach sechs erfolglosen Partien die Niedersachsen in große Not. Der Schweizer Stürmer Bunjaku nutzte bei Minustemperaturen seine Chancen in der 30., 64. und 69. Minute eiskalt. Er erhöhte sein Konto mit einem Schlag auf neun Saisontore. Lediglich Jiri Stajner (65.) traf für die desolaten Gastgeber.

«Natürlich bin ich heilfroh über diesen absolut verdienten Sieg. Er eröffnet uns alle Möglichkeiten in den nächsten Wochen», sagte Hecking zum ersten «Dreier» an seinem alten Arbeitsplatz. Der neue FCN-Coach, der bis August 2009 das Sagen in Hannover hatte, wollte nicht den treffsicheren Bunjaku herausstellen. Er lobte vielmehr Mittelfeldspieler Christian Eigler: «Wie viele Kilometer der gelaufen ist, das sieht man gerne.» Matchwinner Bunjaku gab sich bescheiden: «Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte.»

Die Saison-Minuskulisse von 26 722 Zuschauern quittierte die katastrophale Leistung der 96-Profis mit einem gellenden Pfeifkonzert und Schmähgesängen. «Dafür habe ich Verständnis. Das Ergebnis ist für uns alle eine große Enttäuschung», sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Nach dem neunten sieglosen Spiel in Serie rangieren die Niedersachsen weiterhin auf dem Relegationsplatz 16. Der Vorsprung auf die Nürnberger schmolz indessen auf einen mageren Punkt zusammen.

Als Konsequenz auf die fünfte Pleite nacheinander wird Hannover 96 wahrscheinlich noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. «Ich muss die Hebel an vielen Punkten ansetzen. Wir werden Entscheidungen treffen, die wehtun», kündigte Slomka nach der völlig missglückten Heim-Premiere an. «Ich finde keine Erklärung. Überall ist Unsicherheit zu spüren»>, sagte Mittelfeldmann Jan Rosenthal zu der hilflosen Vorstellung.

Die Trainer-Freunde Slomka und Hecking, die vor der Partie Arm in Arm in die TV-Kameras lächelten, hatten ihre Teams zunächst auf Abwehrarbeit eingestellt. Fast 30 Minuten plätscherte die Partie ohne Höhepunkte vor sich hin. Der erste gefährliche FCN-Angriff beendete den Nichtangriffspakt. Nach kluger Vorarbeit von Marek Mintel hatte Bunjaku per Beinschuss gegen 96-Keeper Florian Fromlowitz Erfolg.

Hannover 96 konterte postwendend durch Hanke (33.), dessen Schuss von Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer aber an den Pfosten gelenkt wurde. Das Aufbäumen erwies sich indessen als kurzes Strohfeuer. «Die Mannschaft ist in sich zusammengesackt«, analysierte Slomka die erfolglose Gegenwehr. Mit zahlreichen Fehlpässen und haarsträubenden Ballverlusten erleichterte das 96-Team den Gästen die Abwehrarbeit.

Auch nach dem Wechsel war Nürnberg die bessere Mannschaft und hatte die Partie gegen die hilflos anrennenden Gastgeber gut im Griff. Im defensiven Mittelfeld feierte der bisherige Hamburger Mickael Tavares neben Bayern-Leihgabe Andreas Ottl einen ordentlichen Einstand. Und im Angriff überzeugte Torjäger Bunjaku mit einer 100- prozentigen Chancenverwertung. (dpa)

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