2. Bundesliga Durchsuchung bei Arminia Bielefeld

Bielefeld. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Geschäftsräume des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld durchsucht und umfangreiche Unterlagen sichergestellt.
19.09.2010, 13:50
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Bielefeld. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Geschäftsräume des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld durchsucht und umfangreiche Unterlagen sichergestellt.

Wie das «Westfalen-Blatt» berichtet, bestehe der Verdacht der Untreue. «Die Untersuchungen richten sich jedoch weder gegen den Verein noch gegen aktuelle Mitarbeiter von Arminia Bielefeld», sagte Bielefelds Pressesprecher Marcus Uhlig der Nachrichtenagentur dpa.

Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem «Ausbau der Haupttribüne in der Schüco-Arena». Dieser hatte 19 Millionen Euro gekostet. Ursprünglich waren elf Millionen Euro veranschlagt worden. Diese Kostenexplosion gilt als wesentliche Ursache für die Finanzmisere, die den Zweitligisten an den Rand der Insolvenz getrieben hatte.

Es gelte nun zu prüfen, ob Personen, die damals die Interessen des Vereins vertraten, diese womöglich verletzt haben könnten. Das sagte der Pressesprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft, Klaus Pollmann, dem «Westfalen-Blatt». Laut Pollmann liegt eine anonyme Anzeige vor. Der Verein will mit der Staatsanwaltschaft kooperieren. «Arminia Bielefeld ist an einer kompletten Aufklärung des Sachverhalts sehr interessiert», sagte Vereinspräsident Wolfgang Brinkmann.

Neben der Anzeige trugen kritische Äußerungen auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 5. September zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei. Dort hatte sich DSC-Aufsichtsratsmitglied Friedrich Straetmanns bei seinem Prüfungsbericht zum Stadionausbau kritisch über die ehemalige Vereinsführung geäußert. Demnach soll sie ihrer Verantwortung nicht in ausreichendem Maße nachgekommen sein.

Zu Namen der Beschuldigten machte Staatsanwalt Pollmann keine Angaben. «Die Beschuldigten wissen selber noch nichts davon, wir werden aber mit ihnen in Kontakt treten», sagte er der «Neuen Westfälischen». (dpa)

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