Bundesliga

Eintracht-Aussprache ohne Konsequenzen für Skibbe

Frankfurt/Main. Bei Eintracht Frankfurt ist der drohende Bruch abgewendet. Nach Michael Skibbes öffentlicher Generalkritik an der Vereins- und Personalpolitik des Fußball-Bundesligisten haben sich der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen und der forsche Coach ausgesprochen.
12.01.2010, 17:01
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Eintracht-Aussprache ohne Konsequenzen für Skibbe

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dpa

Frankfurt/Main. Bei Eintracht Frankfurt ist der drohende Bruch abgewendet. Nach Michael Skibbes öffentlicher Generalkritik an der Vereins- und Personalpolitik des Fußball-Bundesligisten haben sich der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen und der forsche Coach ausgesprochen.

«Ich habe dem Trainer gesagt, dass mir seine provokanten Äußerungen nicht gefallen haben, wir uns aber einig sind, dass wir bei deren Inhalten hundertprozentig einer Meinung sind», sagte Bruchhagen nach der routinemäßigen Vorstandssitzung in Frankfurt/Main. Von Konsequenzen für den Trainer oder gar einer Abmahnung könne keine Rede sein.

Wegen ausgebliebener oder an finanziellen Mitteln gescheiterter Verstärkungen hatte Skibbe sogar seinen Rücktritt zum Saisonende angedroht und damit den 61-jährigen Vorstandschef «genervt» und in Rage gebracht.

«Wir gehen gehandicapt in die Rückrunde», hatte Skibbe gewarnt. «Wir sind in einer Situation, in der sich die Eintracht nicht entwickeln kann. Ich habe ja keine Kritik am System Eintracht oder an den handelnden Personen geübt. Ich gedenke meinen Vertrag bis 2011 zu erfüllen.» Der Trainer fürchtet aber um sein Saisonziel von 46 Punkten, nachdem er in der Hinrunde mit 24 Zählern das beste Ergebnis für die Eintracht seit 1994 erreicht hatte.

«Michael ist lange genug im Geschäft und muss wissen, welche Auswirkungen seine Äußerungen in der Öffentlichkeit haben. Es ist auch die Körpersprache, die mich bei seinen Interpretationen nach den drei krassen Niederlagen wie gegen Stuttgart, München und Leverkusen geärgert haben», sagte Bruchhagen. «Wir wissen beide, dass es in der Rückrunde bei der großen Verletztenliste ganz, ganz schwer wird, die sportlich hochzufriedenstellenden Ergebnisse der Hinrunde zu wiederholen», fügte er hinzu. In der Winterpause sei es auf dem Markt so gut wie unmöglich, entsprechende Qualität als Verstärkung zu bezahlbaren Preisen zu bekommen.

Ohne die Langzeit-Verletzten Ioannis Amanatidis, Martin Fenin und Aleksandar Vasoski ist der Kader noch mehr ausgedünnt, mit dem Skibbe am kommenden Samstag gegen Werder Bremen mit fast unverändertem Personal in die Rückrunde gehen muss. Bruchhagen betonte, dass die Suche nach geeigneten Spielern aber bis zur Wechselfrist am 1. Februar nicht ad acta gelegt ist. «Meine Richtlinien bei der Spar- und Personalpolitik haben sich nicht geändert», betonte Bruchhagen. «Spieler wie Lincoln oder Gekas passen nicht in unser Finanzgefüge oder zur Eintracht.» (dpa)

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