England Ende der «Top Four»: Premier League offen wie nie

London. Die Machtverhältnisse in der Premier League sind in Bewegung geraten. Wenn Titelverteidiger FC Chelsea gegen West Bromwich Albion in die neue Saison von Englands höchster Fußball-Spielklasse startet, ist die Frage nach dem kommenden Champion offener denn je.
13.08.2010, 12:14
Lesedauer: 2 Min
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London. Die Machtverhältnisse in der Premier League sind in Bewegung geraten. Wenn Titelverteidiger FC Chelsea gegen West Bromwich Albion in die neue Saison von Englands höchster Fußball-Spielklasse startet, ist die Frage nach dem kommenden Champion offener denn je.

Denn die lange wie betoniert scheinende Herrschaft der «Top Four» mit Manchester United, Chelsea, dem FC Liverpool und dem FC Arsenal ist gebrochen. Sechs bis sieben Clubs werden reelle Meisterchancen eingeräumt. Niederlagen der Großen gegen vermeintlich Kleine häuften sich schon in der abgelaufenen Spielzeit.

«Die Dinge haben sich definitiv verändert - es war eine ganz andere Liga verglichen mit dem, was vorher war», sagte «ManU»-Trainer Sir Alex Ferguson und prophezeite: «Es wird ein ganz harter Kampf um die ersten Plätze.» Arsenal-Kollege Arséne Wenger pflichtete bei: «Was in England seit letztem Jahr anders ist: Jeder kann Punkte verlieren. Dieses Mal ist es offener.»

Der FC Chelsea, der neben dem zu Bayer Leverkusen gewechselten Michael Ballack auch dem englischen Nationalspieler Joe Cole die Tür wies, untermauerte die Prognosen einer neuerdings unberechenbaren Premier League mit schlechten Ergebnissen in der Vorbereitung. Die «Blues» strapazierten die Nerven ihrer Fans mit vier Niederlagen in Serie, darunter gegen Eintracht Frankfurt und den Hamburger SV. Zuletzt zog Chelsea beim sportlich eher unbedeutenden Match um den «Community Shield» gegen Manchester United mit 1:3 den Kürzeren.

«Ich mache mir keine Sorgen», erklärte Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti dennoch unbekümmert. «Wir freuen uns auf die Champions League und darauf, in der Liga oben zu stehen.» Das dürfte aber nicht so einfach werden, denn die Konkurrenz lauert nur auf Schwächen des Titelverteidigers. Rekordchampion Manchester United, der am 16. August gegen Newcastle United in die Punktrunde startet, peilt 2010/2011 die vierte Meisterschaft in fünf Jahren und den historischen 19. Titel insgesamt an. Die Urgesteine Gary Neville, Paul Scholes und Ryan Giggs spielen ihre letzte Saison in Fergusons Team.

Auch der FC Arsenal, am 15. August beim FC Liverpool zu Gast, will unter Fußball-Philosoph Wenger seine seit 2004 anhaltende Zeit ohne Titel beenden. Experten haben aber auch den Nord-Londoner Nachbarn Tottenham Hotspur, vergangene Saison Vierter, auf der Meisterrechnung. Den «Spurs» wird die Ehre zuteil, die Spielzeit am 14. August um 13.45 Uhr gegen Manchester City mit dem deutschen Nationalspieler Jerome Boateng zu eröffnen.

ManCity hat dank der Petrodollars von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan auch in diesem Sommer groß eingekauft und an die 80 Millionen Euro in neue Spieler investiert, während andere Vereine neuerdings vorsichtiger agieren und stärker auf den Nachwuchs setzen. «ManCity wird Meister werden, ob dieses Jahr, nächstes Jahr oder das Jahr danach - es ist nur eine Frage der Zeit», erklärte Tottenham-Trainer Harry Redknapp, der den «Citizens» in der abgelaufenen Saison den ersehnten Champions-League-Auftritt vermasselte.

Der Trainer-Routinier kündigte dennoch unbescheiden eigene Ziele mit den «Spurs» an: «Wir spielen um den Titel mit, das muss unser Ziel sein. Es kann sich nicht alles um Fergies Manchester, Wengers Arsenal, Chelsea und Liverpool drehen.» (dpa)

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