DFB-Junioren England als nächster U21-Kracher

Das U21-Team will es gegen England besser machen. Trainer Di Salvo und seine Spieler wollen Lehren aus dem Frankreich-Spiel ziehen. Eine unterhaltsame Zahlenspielerei ist für sie nur ein Randaspekt.
24.09.2022, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Auf dem Flug nach England hatten Youssoufa Moukoko & Co. bei aller Vorfreude auf den nächsten Länderspiel-Klassiker für die U21 nochmal Zeit, die wertvollen Erkenntnisse aus dem Frankreich-Test sacken zu lassen.

„Schade, dass wir verloren haben. Aber so können wir uns mit den Besten messen. Bis zur EM haben wir noch Zeit und am Ende werden wir eine richtig gute Mannschaft auf dem Weg zur EM“, sagte das 17 Jahre junge Dortmunder Sturmjuwel nach dem 0:1 gegen Frankreich.

Beim Start in die EM-Saison musste sich die Auswahl des Deutschen Fußbal-Bundes in Magdeburg vor 5427 Zuschauern gegen einen Gegner mit großer individueller Klasse knapp geschlagen geben. „Wir haben gesehen, wir können mithalten. Wir haben Dinge, die wir zu besprechen haben, die wir verbessern müssen. Damit fangen wir hoffentlich in England an“, sagte Trainer Antonio Di Salvo vor dem nächsten wegweisenden Auftritt am Dienstag (20.45 Uhr/ProSiebenMaxx) in Sheffield.

„Wir wollen diese Tests, wir wollen gegen diese Topnationen schauen, wo wir stehen und wir wollen zur EM hin wissen, wo wir uns verbessern müssen“, sagte der Nachfolger von Stefan Kuntz, der als langjähriger Assistent nun ein Jahr als Cheftrainer im Amt ist.

Zu viele Ballverluste gegen Frankreich

Die deutsche Delegation nannte bei einer Reihe guter Aktionen zu viele einfache Ballverluste, mitunter fehlenden Mut oder verlorene Zweikämpfe als Gründe für die Niederlage durch ein sehenswertes Tor von Amine Gouiri von Stade Rennes (53. Minute). „Wir müssen nicht niedergeschlagen sein. Wenn wir an den Kleinigkeiten arbeiten, dann bin ich mir sicher, dass wir im Hinblick auf die EM topvorbereitet sein werden“, sagte Verteidiger Yann-Aurel Bisseck, der für Aarhus in Dänemark spielt.

Die EM-Endrunde findet vom 9. Juni bis 2. Juli 2023 in Rumänien und Georgien statt. Und wie bei den drei Endspiel-Teilnahmen in den vergangenen drei Auflagen sowie den Triumphen 2017 und 2021 unter Kuntz geht auch die Auswahl von Di Salvo mit einer Mannschaft auf Titeljagd, die gemessen an den Marktwerten nicht das Top-Niveau von Frankreich oder England erreicht. Die Werte dieser Kader werden auf weit über 300 Millionen Euro taxiert, der des deutschen Teams auf knapp unter 100 Millionen.

Marktwerte gewinnen keine Titel

Diese unterhaltsamen Zahlenspielereien haben auf die Arbeit von Di Salvo keinen Einfluss. Zumal er als langjähriger Vertrauter von Kuntz bestens weiß, dass Marktwerte keine Titel gewinnen. „Wir wissen alle, dass sie einen höheren Marktwert haben. Aber mir ging es nur um unser Spiel und unsere Mannschaft. Wir haben auch Qualität, die haben wir auch auf dem Platz gezeigt“, sagte der 43-Jährige. „Letztendlich sind das alles nur Zahlen und Zahlen kann man im Kollektiv besiegen. Das ist uns leider heute nicht gelungen.“

Der 21-Jährige Bisseck schmunzelte bei diesem Thema. „Es ist natürlich interessant zu wissen, man spielt jetzt gegen einen 90-Millionen-Innenverteidiger, weil die Summe einfach astronomisch hoch ist“, sagte der Innenverteidiger. „Aber sobald das Spiel angepfiffen wird, ist es auch egal.“ Am Ende müsse das Team funktionieren.

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