England England beschwert sich im WM-Streit mit Russland

London. Im Rennen um die Ausrichtung der Fußball-WM 2018 kommt es zwischen England und Russland zum Streit. Nach abfälligen Kommentaren des russischen Bewerbungskomitees reichte England eine offizielle Beschwerde beim Weltverband FIFA ein.
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London. Im Rennen um die Ausrichtung der Fußball-WM 2018 kommt es zwischen England und Russland zum Streit. Nach abfälligen Kommentaren des russischen Bewerbungskomitees reichte England eine offizielle Beschwerde beim Weltverband FIFA ein.

Das bestätigte ein Sprecher der englischen Bewerbung laut Medienberichten. Alexej Sorokin, Geschäftsführer der russischen Kampagne, hatte vergangene Woche in einem Interview von einer hohen Kriminalitätsrate und einem hohen Alkoholkonsum bei Teenagern in London gesprochen.

Es ist anzunehmen, dass England auf eine Entschuldigung Sorokins abzielt und nicht erwartet, dass sich die Ethik-Kommission vor der geplanten WM-Vergabe am 2. Dezember mit der Beschwerde beschäftigt. Laut FIFA-Regeln dürfen sich Bewerber nicht über Kontrahenten äußern.

Sorokin erklärte der britischen BBC zufolge, er habe nicht die Absicht gehabt, Mitbewerber zu diskreditieren und sei bereit, sich für jegliche Missverständnisse zu entschuldigen. Er klagte allerdings in Zürich über den Zeitpunkt von Englands «merkwürdiger Beschwerde».

Der russischen Zeitung «Sport Express» hatte er in der vergangenen Woche gesagt: «Wir wollen in keinen Streit einsteigen, obwohl wir viel zu sagen haben. Zum Beispiel ist es kein Geheimnis, dass London die höchste Kriminalitätsrate im Vergleich zu anderen europäischen Städten und den höchsten Alkoholkonsum unter jungen Menschen hat.»

Neben England und Russland bewerben sich auch die Doppelkandidaten Niederlande/Belgien sowie Spanien/Portugal um die Ausrichtung der WM 2018. Für 2022 treten die außereuropäischen Kandidaten USA, Katar, Südkorea, Japan und Australien an. Wegen Korruptionsvorwürfen im Zuge der Vergabe der WM-Turniere hatte die FIFA zuletzt zwei Mitglieder seines Exekutivkomitees vorläufig suspendiert. (dpa)

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