Deutscher Fußball-Bund Equal Pay im Frauenfußball: So sieht es in anderen Ländern aus

In Deutschland ist nach der Fußball-EM der Frauen eine Debatte über die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen entbrannt. Doch wie sieht es eigentlich bei anderen Nationalmannschaften aus? Ein Überblick:
10.08.2022, 11:05
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Von sha/dpa

Gleiche Bezahlung für Frauen und Männer im Fußball ist nach der Europameisterschaft der Frauen in Deutschland wieder ein Thema. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte mit einem Tweet gleiche Preisgelder für Männer und Frauen in den Nationalteams gefordert: „Wir haben 2022. Frauen und Männer sollten gleich bezahlt werden.“

Der DFB-Manager Oliver Bierhoff hat den Kanzler daraufhin eingeladen, um "ein bisschen über die Zahlen" aufzuklären. Das Hauptargument gegen Equal Pay im Fußball lautet, dass der Frauen-Fußball viel geringere Einnahmen erzielt als der dominante Männerfußball. Scholz besuchte am Dienstag nun die Verbandszentrale des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) in Frankfurt. Anschließend kündigte Verbandspräsident Bernd Neuendorf zumindest eine Debatte im DFB über die Angleichung der Prämien an.

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Die DFB-Frauen erhielten für ihren zweiten Platz nach der 1:2-Niederlage im Endspiel gegen England am 31. Juli jeweils 30.000 Euro. Für den Titel hätte es 60.000 Euro gegeben. Die Männer hätten bei einem EM-Triumph 2021 jeweils ein Preisgeld von 400.000 Euro erhalten. Die nächsten Erfolgsprämien für Nationalspieler vom Verband müssen vor der Weltmeisterschaft in Katar (21. November bis 18. Dezember) verhandelt werden. Bei den Frauen steht vom 20. Juli bis 20. August 2023 die WM in Australien und Neuseeland an.

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