Fußball Geschockte Augsburger vorne - Aue stürzt Duisburg

München. Am Tag der Platzverweise und Favoritenstürze hat der FC Augsburg trotz eingebüßter weißer Weste die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga erobert.
19.09.2010, 16:39
Lesedauer: 2 Min
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München. Am Tag der Platzverweise und Favoritenstürze hat der FC Augsburg trotz eingebüßter weißer Weste die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga erobert.

Ein insgesamt enttäuschendes 2:2 im Heimspiel gegen Aufsteiger VfL Osnabrück bescherte dem FCA Platz eins, weil der MSV Duisburg beim 0:1 in Aue die erste Saisonpleite kassierte. Auch Aufstiegsfavorit Hertha BSC musste am vierten Spieltag beim 1:1 im Hauptstadtderby gegen Union Berlin den ersten Dämpfer hinnehmen. Mit jeweils zehn Punkten führt das Quartett Augsburg, Greuther Fürth, Energie Cottbus und Hertha das Klassement an. In den vier Sonntagspielen gab es gleich sechs Platzverweise.

Torsten Oehrl rettete den neuen Spitzenreiter Augsburg mit seinem späten Ausgleichstor in der 86. Minute gegen am Ende in Unterzahl agierende Osnabrücker. Torjäger Michael Thurk (8.) hatte Augsburg in Führung gebracht. Der Aufsteiger drehte die Partie vorübergehend mit einem Doppelschlag von Nils Hansen (61.) und Sebastian Tyrala (64.). «Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen», ärgerte sich FCA-Verteidiger Axel Bellinghausen. Durch «zwei Gegentore aus heiterem Himmel» sei man fast bitter bestraft worden.

In Aue tat sich Duisburg erwartet schwer. Jan Hochscheidt schoss das Tor des Tages für Erzgebirge (72.). Gleich drei Platzverweise sorgten für Hektik: Bei Aue sahen Kevin Schlitte und Bruno Soares Gelb-Rot, beim MSV Daniel Reiche. «Es war kein schönes Spiel - nicht zum Anschauen», kommentierte MSV-Profi Ivica Grlic bedient.

Völlig verpatzt hat den Saisonstart Fortuna Düsseldorf. Nach der 1:2-Heimpleite gegen 1860 München sind die Rheinländer ebenso noch punktlos wie Aufsteiger FC Ingolstadt, der in Bielefeld 0:1 verlor. Sebastian Heidinger (65.) sorgte mit einem 16-Meter-Schuss für den ersten Saisonsieg der Arminia und Erleichterung bei Trainer Christian Ziege: «Es war kein prickelndes Spiel. Aber in der Bundesliga schießt man nicht 25 Mal aufs Tor.»

In Düsseldorf feierten die Münchner «Löwen» ein Comeback. Nach einem Eigentor von Florin Lovin (45.) schafften Djordje Rakic (49.) mit seinem vierten Saisontor sowie Stefan Buck (51.) mit einem Doppelschlag jeweils per Kopf nach Eckbällen die Wende. «Es war wichtig, die Mannschaft nach dem 0:1 zur Halbzeit aufzubauen und dann so schnell zurückkommen», kommentierte 1860-Trainer Reiner Maurer.

Im brisanten Berliner Derby bei Gastgeber Union büßte Hertha BSC schon am Freitagabend beim 1:1 die ersten Zähler ein. «Wenn man schon nicht gewinnen kann, dann darf man zumindest nicht verlieren», sagte Trainer Markus Babbel. Hertha bleibt ungeschlagen, liegt mit zehn Punkten ebenso wie Fürth (1:0 gegen FSV Frankfurt) und Cottbus (3:1 in Aachen) aussichtsreich in Lauerposition.

Große Ernüchterung herrscht nach vier Spieltagen in Bochum. Das Ziel Wiederaufstieg ist nach der 1:3-Auswärtspleite gegen das Neun- Punkte-Team von Rot-Weiß Oberhausen in weite Ferne gerückt. «Es ist klar, dass man nach drei Niederlagen in Folge das eine oder andere ansprechen muss», sagte Trainer Friedhelm Funkel, «aber trotzdem bei aller Kritik der Mannschaft den Rücken stärken muss.»

Im zweiten Samstag-Spiel kam der Karlsruher SC durch einen schmeichelhaften Last-Minute-Elfmeter, den Alexander Iaschwili verwandelte, zu einem 2:1-Heimsieg gegen den SC Paderborn «Der Elfer war ein absoluter Witz», schimpfte Paderborns Abwehrspieler Florian Mohr - Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus lag mit ihrem Pfiff falsch. (dpa)

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