Dortmund Gute Stimmung trotz verpasster Chance: BVB nur 1:1

Dortmund. Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Noch Minuten nach der Partie ließen sich die Profis von Borussia Dortmund im lärmenden Signal Iduna Park feiern.
01.05.2010, 19:44
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Dortmund. Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Noch Minuten nach der Partie ließen sich die Profis von Borussia Dortmund im lärmenden Signal Iduna Park feiern.

Mit dem 1:1 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg verspielte die Mannschaft Team von Trainer Jürgen Klopp zwar die letzte Chance auf die Champions League, nicht aber die Zuneigung ihrer Fans. Schließlich konnte sich der Revierclub mit der bereits sicheren Qualifikation für die Europa League trösten. Nicht zuletzt deshalb fiel Klopps Saisonbilanz bereits einen Spieltag vor dem Schlussakkord am kommenden Wochenende positiv aus: «Natürlich ist bei einigen Spielern Enttäuschung da, aber bis hierher war das großartig. Wer hätte vor Saisonbeginn denn erwartet, dass sich dieser Mannschaft eine solche Chance bietet.»

Ein von Mittelfeldspieler Nuri Sahin verschossener Elfmeter (35.) und zahlreiche vergebene Torchancen brachten den Revierclub um den Lohn engagierter Arbeit. Wolfsburger Torjäger Edin Dzeko (69. Minute) riss die Borussia mit seinem 21. Saisontreffer aus allen Träumen, nach rund siebenjähriger Abstinenz in die europäische Fußball-Königsklasse zurückzukehren. Zwar glich der kurz zuvor eingewechselte Jugend-Spieler Marco Stiepermann (81.) vor 80 300 Zuschauern noch aus, konnte aber nicht mehr für die Trendwende sorgen. Angesichts des deutlichen schlechteren Torverhältnisses ist der dritte Tabellenplatz für die Borussia in unerreichbare Ferne gerückt. «Dennoch haben in dieser Saison alle Erwartungen übertroffen», befand Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Es passte ins Bild von einer unterhaltsamen und ausgeglichenen Partie, dass beide Trainer der vergebenen Chance auf drei Punkte nachtrauerten. «Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen - ohne wenn und aber. Aber die Mannschaft hat nach zuletzt zwei Niederlagen eine Reaktion gezeigt und bewiesen, dass sie noch lebt», lobte «Wölfe»-Coach Lorenz-Günther Köstner.

Der Fußball-Lehrer hatte wenig Grund zur Klage: Über weite Strecken der Partie erwiesen sich die «Wölfe» als ebenbürtig und vergaben vor allem in der hektischen Schlussphase, in der die Borussia alles nach vorn warf, hochkarätige Torchancen. Dagegen hatte der BVB in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Eine zweifelhafte Entscheidung von Schiedsrichter Felix Brych (München), der ein angebliches Foul von Peter Pekarik an Kevin Großkreutz mit einem Elfmeter ahndete, verschob das Kräfteverhältnis zugunsten der Gastgeber. Zwar scheiterte Sahin mit dem Strafstoß an Torhüter Diego Benaglio, leitete damit aber einen regelrechten Sturmlauf seiner Mannschaft ein. Bis zur Pause boten sich dem BVB durch Lucas Barrios (36./40.) und Nelson Valdez (38./44.) reichlich Chancen zur Führung.

Nach Wiederanpfiff fanden die Gäste jedoch zurück ins Spiel. So vereitelte BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller einen Gegentreffer, als er gegen Grafite (59.) in höchster Not klärte. Nur vier Minuten später bot sich dem Torschützenkönig der vorigen Saison die nächste Chance, als er aus 14 Metern das Tor knapp verfehlte. Und doch wurden die Gäste für ihr großes Engagement und das klug angelegte Konterspiel belohnt. Nach einem Fehler von Manndecker Neven Subotic war Dzeko aus kurzer Distanz zur Stelle. Nach dem Ausgleichstreffer des erst sechs Minuten zuvor eingewechselten Stiepermann keimte in Dortmund noch einmal Hoffnung auf. Doch mit viel Glück und Geschick rettete Wolfsburg das Unentschieden über die Zeit. (dpa)

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