Stuttgart Heldt verlässt VfB - vor Wechsel nach Schalke

Stuttgart. Horst Heldts Abschied vom VfB Stuttgart steht offensichtlich fest, um den Wechsel des Fußball-Managers zum Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04 wird aber weiter gerungen.
25.06.2010, 18:15
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Stuttgart. Horst Heldts Abschied vom VfB Stuttgart steht offensichtlich fest, um den Wechsel des Fußball-Managers zum Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04 wird aber weiter gerungen.

«Er wird sich heute noch von den Spielern verabschieden», sagte VfB-Trainer Christian Gross nach dem Trainingsauftakt der Schwaben, dem Heldt entgegen seiner jahrelangen Gewohnheit fern geblieben war.

Präsent waren dagegen schon die Spekulationen über den Nachfolger des 40-Jährigen. Hoch gehandelt werden der frühere VfB-Stürmer und Nationalspieler Fredi Bobic sowie pikanterweise der ehemalige Schalke-Manager Andreas Müller.

Während die Trennung von Heldt also entgegen der bisherigen Beteuerungen von VfB-Präsident Erwin Staudt wohl beschlossene Sache ist, herrscht über die Scheidungsmodalitäten noch keine Einigkeit. Denn obwohl Heldt mit der Äußerung seines Wechselwunsches in dieser Woche die Vertrauensbasis für eine Fortsetzung seiner Arbeit als VfB-Sportvorstand wohl unwiederbringlich zerstört hat, verweigert der Verein noch die Freigabe. «Es gibt keinen neuen Stand im Vertragsverhältnis zwischen Horst Heldt und dem VfB», betonte VfB-Sprecher Oliver Schraft mit Blick auf Heldts bis 2013 datierten Kontrakt.

Aber vermutlich geht es nur noch ums Geld: Die Stuttgarter, bei denen der Ex-Profi nach seinem Karriereende 2006 zum Manager befördert worden war, sollen von Schalke eine Ablösesumme für Heldt in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro verlangt haben. Besonders nachdem der VfB Heldt als Reaktion auf den ersten Schalker Abwerbungsversuch vor einem Jahr noch zum Vorstandsmitglied befördert hatte, wird Präsident Erwin Staudt darauf kaum verzichten wollen.

Allerdings lehnt Schalke dies strikt ab. «Es ist für uns gar kein Thema, eine Ablöse zu zahlen», sagte Magath beim Schalker Trainingslager auf der Nordseeinsel Borkum, betonte aber auch noch einmal seine Wertschätzung für Heldt.

In Stuttgart war schon die Suche nach dessen Nachfolger das große Thema. Ein heißer Kandidat ist Bobic, derzeit Manager beim bulgarischen Erstligisten Burgas. Am Vortag hatte sich der 38-Jährige mit Burgas-Coach Krassimir Balakov in dessen Stuttgarter Wohnung für ein Gespräch über die Saisonplanung getroffen. «Alles andere werde ich nicht öffentlich diskutieren», sagte Bobic der Nachrichtenagentur dpa.

Gute Chancen werden auch dem im März 2009 beim FC Schalke beurlaubten Müller eingeräumt, der einst als Profi für die «Königsblauen» wie auch für die Stuttgarter gespielt hatte. Direkten Kontakt gab es aber noch nicht. «Ich habe vom VfB Stuttgart noch nichts gehört», sagte Müller dem Magazin «RevierSport».

Auch Gross machte sich schon seine Gedanken. «Ich habe größtes Vertrauen in die Vereinsleitung, dass sie die beste Nachfolgelösung für Stuttgart präsentiert», sagte der VfB-Coach. Der 55-Jährige warnte zwar davor, sich unter Zeitdruck setzen zu lassen, forderte aber zugleich: «Es darf kein Vakuum entstehen. Wir müssen parat sein, um auf dem Transfermarkt zu reagieren.»

Der Start der Saisonvorbereitung wurde angesichts der Personalie zur Nebensache. Zum Trainingsauftakt hatte Gross 18 Spieler mit den Neuzugängen Christian Gentner, Martin Harnik und Torwart Marc Ziegler auf dem Platz versammelt. Nicht dabei waren die Nationalspieler Sami Khedira, Cacau und Serdar Tasci sowie die vier weiteren WM-Teilnehmer des VfB. Zudem fehlten Matthieu Delpierre (Patellasehne) und Elson (Kreuzbandriss), die beide in der Reha sind. (dpa)

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