Hannover Herthas Hoffnungszeichen: 3:0-Sieg in Hannover

Hannover. Der erste Sieg seit fünf Monaten als Hoffnungsschimmer: Hertha BSC hat zum Rückrundenstart bei Hannover 96 überraschend deutlich mit 3:0 (2:0) gewonnen und träumt nun wieder vom Klassenerhalt.
16.01.2010, 18:33
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Hannover. Der erste Sieg seit fünf Monaten als Hoffnungsschimmer: Hertha BSC hat zum Rückrundenstart bei Hannover 96 überraschend deutlich mit 3:0 (2:0) gewonnen und träumt nun wieder vom Klassenerhalt.

Der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga feierte den zweiten Sieg im 18. Spiel der Saison durch Tore von Lukasz Piszczek (30.), Raffael (33.) und Theofanis Gekas (81.). Die schwachen Hannoveraner halfen den Berlinern vor 28 712 Zuschauern allerdings mit einer erschreckend harmlosen Vorstellung und rutschten nach dem siebten sieglosen Spiel in Serie weiter an die Abstiegszone heran.

«Wir müssen den Ball flach halten und weiter arbeiten», warnte Arne Friedrich. Der Hertha-Kapitän lobte allerdings auch: «Wir alle haben ein komplett anderes Gesicht gezeigt.» Tatsächlich nutzte Hertha die eklatante Schwäche der Gastgeber aus. Das Team agierte forsch und selbstbewusst, holte verdientermaßen den erhofften Sieg zum Rückrundenstart. «Man hat von Beginn an gesehen, dass wir das Spiel gewinnen wollten», sagte Hertha-Coach Friedhelm Funkel.

Schon in der ersten Viertelstunde waren die Berliner, die ihren bisher einzigen Sieg am 8. August 2009 auch gegen Hannover (1:0) geholt hatten, die dominierende Mannschaft. Als die Gastgeber das Spiel offensiver zu gestalten versuchten, nutzten die Herthaner zwei Fehler in der 96-Abwehr zu einem Doppelschlag. Zunächst schoss der völlig ungedeckte Piszczek nach einer Ecke aus dem Hinterhalt ins Tor. Anschließend traf Raffael, nachdem Hannovers Torhüter Florian Fromlowitz die Berliner mit einem Fehlpass in Ballbesitz gebracht und Ramos die Vorlage gegeben hatte. Nach dem Wechsel zogen sich die Berliner etwas zurück, gerieten aber nicht in Verlegenheit und schafften durch Gekas das dritte Tor. Den vierten Treffer vergab Cicero bei einem Foulelfmeter (84.), als er an Fromlowitz scheiterte.

Wintereinkauf Gekas stand bei den Gästen ebenso im Blickpunkt wie Lewan Kobiaschwili, während der neu verpflichtete Roman Hubnik wegen einer Oberschenkelverhärtung fehlte. Gekas spielte im Hertha-Sturm engagiert, sorgte für Unruhe und schlug bei seiner einzigen Chance eiskalt zu. Kobiaschwili hatte als Rechtsverteidiger relativ wenig zu tun, steigerte sich während des Spiels. «Die helfen uns weiter», sagte Fabian Lustenberger über die neuen Mitspieler. «Man hat gesehen, dass diese erfahrenen Spieler uns helfen», erklärte Funkel.

Die seit dem Tod von Robert Enke sieglosen Hannoveraner spielten mutlos. Schon früh überließen sie den Gästen den Platz. Das Aufbauspiel war schwach. Arnold Bruggink, der als Regisseur eingeplante Niederländer, konnte sich nicht durchsetzen und keine Akzente setzen. «Das war peinlich», fasste Bruggink zusammen. Für Hannover wird es nun immer enger, zunächst aber vor allem für Andreas Bergmann. «Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken», sagte der 96- Coach. (dpa)

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