Bundesliga Herthas unmögliche Mission - Funkel: 28 Punkte

Berlin. Hertha BSC startet seine «Mission Impossible» in der Fußball-Bundesliga bei Hannover 96. «Die Mannschaft will die Katastrophen-Halbserie vergessen machen. Damit wollen wir in Hannover anfangen», sagte Trainer Friedhelm Funkel vor der Partie beim «Lieblingsgegner».
14.01.2010, 14:21
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Berlin. Hertha BSC startet seine «Mission Impossible» in der Fußball-Bundesliga bei Hannover 96. «Die Mannschaft will die Katastrophen-Halbserie vergessen machen. Damit wollen wir in Hannover anfangen», sagte Trainer Friedhelm Funkel vor der Partie beim «Lieblingsgegner».

Gegen das 96-Team erzielte der Tabellenletzte den bisher einzigen Saisonsieg - noch unter Funkels Vorgänger Lucien Favre. Als gutes Omen sah Funkel das aber nicht an, zumal beide Clubs seitdem die Trainer gewechselt hätten.

Die Berliner Nicht-Abstiegs-Rechnung basiert auf 28 Zähler in der Rückrunde. «Das ist machbar», betonte Funkel. Er setzt dabei auf die drei Zugänge Theofanis Gekas, Lewan Kobiaschwili und Roman Hubnik sowie den genesenen Florian Kringe. «Die Mannschaft weiß, dass sie insgesamt stärker und erfahrener besetzt ist - auch bei den Einwechselspielern», erklärte der Trainer.

Mehr als 4000 Berliner Fans werden ihre Mannschaft begleiten. «Die Hilfe unserer Fans ist gerade im ersten Spiel extrem wichtig. Wir haben uns viel vorgenommen», sagte Hertha-Kapitän Arne Friedrich. «Das wird eine moralische Unterstützung sein», erklärte Sport- Geschäftsführer Michael Preetz. Er verglich die Situation mit der Spielzeit 2003/2004, als unter dem damals als Retter geholten Hans Meyer noch der Abstieg vermieden wurde.

In Hannover wird nicht nur wegen der Winterkälte vor dem Rückrundenstart gezittert. Sechs erfolglose Partien haben das Team in Abstiegsgefahr gebracht. Ein Szenario, das Clubchef Martin Kind unter allen Umständen verhindern will. «Das ist auch für die Berliner ein Schicksalspiel», betonte Kind beim Neujahrsempfang die besondere Bedeutung der Partie für die Niedersachsen. Es hörte sich an, als wäre 96 und nicht Hertha scheinbar hoffnungslos abgeschlagen.

«Die Mannschaft weiß, um was es geht. Die gesamte Rückrunde liegt aber noch vor uns. Man sollte nicht so tun, als ob mit dem Spiel alles vorbei sein könnte», sagte Trainer Andreas Bergmann. Verlieren ist für ihn dennoch verboten, bei einer Niederlage könnte für ihn alles vorbei sein. Sportdirektor Jörg Schmadtke hat mit seiner Wutrede («Betriebssport») nach der 1:2-Pleite im Testspiel bei Union Berlin die Richtung vorgegeben. Auch die Psychologie spielt mit. Das riesige Robert-Enke-Trikot vom Tribünendach wurde entfernt. Seit dem Freitod des Torhüters hat Hannover 96 kein Spiel gewonnen.

Trotz klammer Kassen öffnete Kind noch einmal die Geldbörse. Für rund 300 000 Euro wurde der slowakische Abwehrspieler Jan Durica von Lokomotive Moskau ausgeliehen und wird gleich ins kalte Wasser. Durica und der Schweizer Mario Eggimann bilden die neue 96- Innenverteidigung, während Abwehrchef Christian Schulz im defensiven Mittelfeld den gesperrten Hanno Balitsch ersetzen soll. (dpa)

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