Bundesliga Hoeneß-Frühstart beim VfL: Verteidiger gesucht

Wolfsburg. Der erste Arbeitstag ist offiziell erst am 15. Januar, aber Dieter Hoeneß hat seinen neuen Job beim VfL Wolfsburg längst begonnen.
12.01.2010, 14:23
Lesedauer: 2 Min
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Wolfsburg. Der erste Arbeitstag ist offiziell erst am 15. Januar, aber Dieter Hoeneß hat seinen neuen Job beim VfL Wolfsburg längst begonnen.

Der schwache Auftritt des deutschen Fußball-Meisters beim Turnier in Düsseldorf hat deutlich gemacht, wie dringlich Hoeneß als Vorsitzender der VfL-Geschäftsführung gebraucht wird: Die Wolfsburger zeigten erneut erschreckende Abwehrschwächen und benötigen Verstärkungen für die anfällige Defensive. Und weil in Wolfsburg allein Volkswagen das Sagen hat, führt Hoeneß' erster Weg zu den VW-Managern im VfL-Aufsichtsrat.

«Wenn wir uns so anstellen, dann brauchen wir nicht mehr von Platz fünf zu träumen», klagte Trainer Trainer Armin Veh, nachdem der VfL am Sonntag in 90 Minuten vier Gegentore kassiert hat. «Es kann nicht so weiter gehen in der Defensive», kritisierte Zvjezdan Misimovic. Bereits in der Hinrunde der Bundesliga litt der VfL unter seiner Wackel-Abwehr, kassierte in 17 Spielen 32 Gegentreffer, so viele wie der Vorletzte aus Nürnberg.

Die Suche nach Verstärkungen in der Abwehr hat für Hoeneß daher Priorität. «Ich bin dabei, meine Hausaufgaben zu machen», sagte der neue starke Mann des VfL der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung» (Dienstag). «Wir sind in Sachen Verstärkungen auch ein gutes Stück voran gekommen, aber wir sind eben noch nicht fertig.»

Trainer Armin Veh, der einen Teil der Kompetenzen durch die Verpflichtung von Hoeneß verloren hat, muss sich aber noch gedulden und wird zum Rückrundenstart in Stuttgart noch keinen neuen Spieler erhalten. «Bis Samstag ist nicht mit einer Neuverpflichtung zu rechnen», erklärte Hoeneß. «Wir verfallen nicht in Aktionismus.»

Für neue Spieler dürfte Geld vorhanden sein, schließlich hat Europas größter Autokonzern im vergangenen Jahr einen Absatzrekord erzielt und gerade erst bei der Autoshow in Detroit verkündet. Und Volkswagen hat große Ziele mit der hundertprozentigen Fußball- Tochter, will sie nach den Worten von Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz «dauerhaft im vorderen Bereich der Bundesliga etablieren».

Das Investitionsvolumen für die Rückrunde wird Hoeneß bereits kennen, denn der ehemalige Hertha-Manager ist längst aktiv: «Ich bin bereits seit Wochen an der Arbeit.» Rund zehn Millionen Euro dürften bereit liegen, und die Summe könnte sich erhöhen, wenn der VfL Spieler abgibt. Gesucht wird vor allem ein Innenverteidiger, aber auch einen rechten Abwehrspieler könnte der VfL gut gebrauchen, damit Riether ins Mittelfeld vorrücken kann.

Den ersten Auftritt auf der großen Fußball-Bühne hat Hoeneß nach der Vorstellung am Freitag in Wolfsburg bereits einen Tag später in Stuttgart. Dort, wo er 1990 seine Karriere als Bundesliga-Manager begonnen hatte. «Ein besonderes Kribbeln spüre ich jedoch nicht», sagte der 57-Jährige. (dpa)

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