1. Bundesliga Hoffenheim spielt 2:2 gegen Gladbach

Sinsheim. 1899 Hoffenheim hat in der Fußball-Bundesliga den Abwärtstrend nicht stoppen können, aber immerhin die vierte Heimniederlage in der Schlussphase abgewendet.
19.02.2010, 22:50
Lesedauer: 2 Min
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Sinsheim. 1899 Hoffenheim hat in der Fußball-Bundesliga den Abwärtstrend nicht stoppen können, aber immerhin die vierte Heimniederlage in der Schlussphase abgewendet.

Dank der Treffer von Vedad Ibisevic (69. Minute) und Carlos Eduardo (89./Handelfmeter) kam das Team von Trainer Ralf Rangnick zum Auftakt des 23. Spieltags noch zu einem 2:2 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach. Zuvor hatten Kapitän Filip Daems (31. Minute) und Roberto Colautti (51.) die Gladbacher, die wie die personell geschwächten Hoffenheimer 29 Punkte haben, in Führung gebracht.

«Wenn du nach so einem Spiel zurückkommst und das 2:2 machst, musst du zufrieden sein», sagte 1899-Linksverteidiger Christian Eichner, der ein «leistungsgerechten» Remis gesehen hatte. Borussen-Trainer Michael Frontzeck meinte: «Das ist grundsätzlich kein schlechtes Ergebnis, aber es waren drei Punkte möglich.» Sein Kollege Rangnick war froh über den späten Ausgleich: «Dass die Mannschaft bis zum Schluss versucht hat, das Spiel zu drehen, war klasse.»

Fast mit dem letzten Aufgebot ging Hoffenheim ins Spiel. Neben den gesperrten Luiz Gustavo (Rot) und Sejad Salihovic (10. Gelbe Karte) musste Rangnick kurzfristig auch auf Andreas Ibertsberger und Franco Zuculini verzichten. Manuel Gulde feierte so sein Debüt als rechter Außenverteidiger. Gladbachs Trainer Michael Frontzeck musste auf Thorben Marx verzichten und schickte wie zuletzt Raul Bobodilla und Roberto Colautti als Sturmspitzen ins Spiel. Die Hoffenheimer erwischten den besseren Start. Auch wenn es im Aufbauspiel an Passgenauigkeit fehlte, gab es Chancen. Ibisevic (11.), Carlos Eduardo (23.) und Demba Ba (24.) hatten die Führung auf Kopf und Fuß.

Das Handspiel von Kapitän Per Nilsson brachte Hoffenheim völlig aus dem Tritt. Ein weiter Schlag von Juan Fernando Arango war dem Schweden knapp vor der Strafraumgrenze auf den Arm gefallen. Schiedsrichter Wolfgang Stark verlegte den Tatort in den 16-Meter- Raum. Daems ließ sich die Elfmeterchance nicht entgehen. «Wir führen 1:0 und ich weiß gar nicht warum. Auf beiden Seiten wurden unglaubliche Fehler gemacht», sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl in der Pause dem TV-Sender «Sky». Unerklärlich war danach die Verunsicherung der Kraichgauer, die Borussia schlug aber kein Kapital daraus. Michael Bradley (38.) und Bobadilla (41.) konnten Fehler von Isaac Vorsah und Timo Hildebrand nicht nutzen.

Die nächste kalte Dusche verpassten die Borussen den Hoffenheimern früh nach Wiederanpfiff. Levels flankte präzise auf den Kopf von Bobadilla und Colautti drückte den Ball über die Linie drückte. Neue Hoffnung schöpften die Gastgeber, als Ibisevic eine Hereingabe von Carlos Eduardo zum Anschlusstreffer nutzte. Hoffenheim fehlte bei allem Druck die Genauigkeit. In der 74. Minute reklamierte 1899 ohne Erfolg auf ein Handspiel im Strafraum von Dante. Wenig später gab es aber doch noch einen Elfmeter, nachdem Daems der Ball gegen die Hand ging - und Carlos Eduardo traf zum verdienten 2:2. (dpa)

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